Lokis Rückkehr: Workshop Wochenende in Berlin

19.02.2018

Hört ihr das Wispern im Wind? Riecht ihr den Frühling in der Luft? Seht ihr das sanfte, grüne Knospen in den Bäumen? Langsam, Augenblick um Augenblick, steigt das Grün wieder auf. In den Gräsern und Bäumen wispert eine Stimme, göttinnengleich, sanft und so schön, dass das Herz bewegt erzittert. Es ist Laufey, die laubumkränzte, schöne, grüne Frau, die sanft und zugleich machtvoll zurück kehrt und uns Geschichten zuflüstert. „Kennst Du meine Kinder? Kennst Du meine Söhne? Kennst Du den einen, der die Geschichte der Götter und der Menschen verändert hat?“ Sie lacht. Natürlich weisst Du von wem sie redet, doch möchtest Du ihn wirklich kennen lernen? Möchtest Du eintauchen in die Geschichten, Mythen und in den Alltag des einen, der aus der Welt der Riesen in die Welt der Götter eintauchte und somit alle Welten für immer veränderte? Dann sei herzlich eingeladen zu unserem Workshopwochenende in Berlin:

Vielen Dank an Michael A. Weigel für die Illustration!

Loki – unser Trickster

Eine Reise in die Tiefen der Mythologie, wir werden Loki begegnen und eintauchen in seine Geschichten. Gemeinsam werden wir in sicherem, rituellen Raum eine Reise zu den kulturellen Wurzeln des Gottes machen, der zwischen den Welten reist. Dabei werden wir unsere persönliche Beziehung zu Loki erkunden und durch Magie, Lachen und Kreativität die Möglichkeit haben herauszufinden welche Rolle er in unserem persönlichen Leben spielt. 

Die Reclaiming-Lehrerin Cassandra und die Religionswissenschaftlerin Curtis Nike geleiten euch durch dieses Workshopwochenende, welches im Herzen Berlins, nämlich in Berlin-Kreuzberg statt finden wird. Der genaue Ort wird Euch nach der Anmeldung und Anzahlung mitgeteilt.

Das Wochenende findet statt von Freitag, 27. April 2018, 18.30 Uhr bis Sonntag, 29. April 2018, 13.30 Uhr.

Das Wochenende umfasst den Workshop und alle benötigten Materialien sowie Getränke (Wasser, Tee, Kaffee, Saft). Am Samstag wird es ein buntes Buffet geben, zu dem jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bitte eine Speise beisteuert. Weitere Infos hierzu werden mit der Anmeldebestätigung verschickt.

Kosten: 120 – 150 € nach Selbsteinschätzung.
90 € für Schüler, Studenten und Erwerbslose.

Die Plätze für den Workshop sind begrenzt, die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges berücksichtigt. Anmeldungen sind möglich bis: 10. April 2018.

Wir freuen uns auf Euch!

ANMELDUNG

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Da hilft nur noch ein Laserschwert!

16.02.2018

Ich bin ein Nerd! Und das, was heute morgen passiert ist beweist, dass ich es nicht verbergen kann. Egal wie gut ich es in manchen Situationen probiere. Naja, ich muß es doch wissen, wo ich es selbst beim letzten Hexenworkshop zu hören bekam: „Du bist ein Nerd!“ Vergegenwärtigen wir uns das: Ich bin ein Nerd selbst unter den Nerds. Das sollte mich zum Nachdenken bringen…

Doch beginne ich von Vorne …

Mein Wecker klingelt um 6.30 Uhr. Ich stehe auf, mache mir Kaffee in meinem Harry Potter Becher und husche ins Bad, wo ich mit meiner Laserschwert Zahnbürste gewissenhaft meine Pflicht erfülle. Heute wähle ich meine Kleidung sorgfältig aus. Nein, der obligatorische Star Wars Pullover bleibt liegen, statt dessen wähle ich ein schlichtes, schwarzes Kleid. Wer mich kennt weiß, dass man an einer Hand abzählen kann, wann ich mal ein Kleid anziehe. Ausser zu Ritualen, zu Jul oder zum Geburtstag meiner Eltern eher nicht. Was also ist los? Ganz einfach: Ich habe Euch vor Jahr und Tag schon einmal von meinem geplanten Hexenkeller geschrieben – die aufmerksame Leserschaft des Blogs erinnert sich vielleicht daran. Besagter Keller ist inzwischen zu einer Abstellkammer verkommen und ich habe vor drei Monaten einen Termin zum Abholen des Gerümpel vereinbart. Hier in Berlin dauert es lange, bis man einen Sperrmüll-Termin bekommt. Ausserdem kostet die Abholung nicht nur richtig Schotter, sondern man muß im Vorfeld auch genau angeben, was man entsorgt haben möchte. Ihr könnt Euch denken, dass sowas schwer planbar ist. Und so hat sich nach und nach noch das ein oder andere mit in meinen Keller geschlichen. Mein Ziel: Durch geschicktes Nachverhandeln das ganze Zeug zum Festpreis los werden. In Darth Vader oder Luke Skywalker Pullover fürchtete ich meine Verhandlungsgrundlage zu verlieren. Doch es sollte sich zeigen, dass ich ein so hoffnungsloser Fall bin, dass es inzwischen egal sein kann was ich an habe. Bei mir ist alles verloren.

Er wäre vielleicht hilfreich gewesen, aber auch wir schaffen es einen Hammer zu zerbrechen!

Als ich also um 7.00 Uhr in den Keller ging, um ihn aufzusperren und alles vorzubereiten, erwartete mich eine unangenehme Überraschung: Das Schloss der Kellertür klemmte. Ich bekam die Tür nicht auf. Also rüttel‘ ich, drücke die Tür, ziehe sie an, probiere mit dem Schlüssel rum. Nichts. Die Tür bleibt zu. Ich spüre wie Panik in mir aufsteigt. Dazu solltet ihr wissen: Wenn die BSR kommt, weil ich sie herbestellt habe, aber nichts abholt, so muß der Termin trotzdem voll bezahlt werden. Und das Ganze kostet 50 €. Also renne ich hoch in meine Wohnung und mache das, was Nerds in solchen Situationen tun: Ich rufe Mama und Papa an. Damit sie mich retten. Ja. Ehrlich. Mein Vater hat einen Zweitschlüssel zum Keller. Weit weg wohnt er auch nicht. Und die Telefonnummer von Thor (also den von Marvel), der mir die Tür hätte einschlagen können, hatte ich gerade nicht zur Hand. Also macht sich mein Vater mit dem Zweitschlüssel auf die Socken. Ich hingegen stürze wieder die Treppen runter in den Keller. Denn inzwischen ist die Berliner Stadt Reinigung angerückt. Wer nun meint, dass jahrelange persönliche Praxis und Meditation dazu führen, dass ich gelassen und ruhig den Herren von der BSR das Dilemma schildere, irrt. Meditation ist gut und sinnvoll. Aber heute werde ich hysterisch. Völlig ausser mir schildere ich den Männern das Problem. Sie sind sogleich bereit die Situation selbst in die Hand zu nehmen und versuchen die Tür zu öffnen. Nichts. Sie klemmt. Rütteln, drücken, ziehen, nichts hilft. Doch offenbar mache ich doch einen so mitleiderregenden Eindruck, dass sie sich bereit erklären bei zwei weiteren Anwohnern in der Nähe den Sperrmüll zu holen und dann noch einmal vorbei zu kommen. Bis dahin sollte mein Vater mit dem Zweitschlüssel da sein…

Ich renne ein bisschen hin und her, bis mein Vater anrückt. Endlich ist er da: Der Zweitschlüssel! Ich bin gleich erleichtert, wir stürmen in den Keller und… der Schlüssel funktioniert auch nicht. Wir rütteln, wir schütteln, wir ziehen, wir zerren, wir ölen Schlüssel und Schloß… die Tür bleibt zu. Das ist äusserst verwunderlich, denn gestern war mein Vater noch in besagtem Keller und hatte ein paar Sachen raus geholt. Wir versuchen es mit Gewalt. Der Schlüssel bricht ab. Das Schloss ist endgültig im Eimer.
Inzwischen rückte auch unsere gute Seele des Hauses, die Hausmeisterin, an. Wir schilderten das Dilemma (sie hatte auch noch eine Kleinigkeit für die BSR, die ich mit geben sollte) mit der Tür und beschlossen kurzerhand das Schloss aufzuschrauben.
„Dazu brauchen wir das Laserschwert!“ verkünde ich, renne wieder hoch in meine Wohnung und komme mit einem meiner Laserschwerter zurück. In der Zwischenzeit hatte mein Vater den Werkzeugkasten herbei geschafft. Ich zünde das Laserschwert und muß der geneigten Leserschaft an dieser Stelle offenbaren, dass es ein Diodenschwert ist und mit Sound ausgestattet als Taschenlampe dient. Es ist übrigens blau. Natürlich habe ich auch ein weißes, welches durch Umstellen des Kyberkristalls auf grün, rot oder blau geschaltet werden kann. Aber das weiße Laserschwert hat nicht nur beim Ein- und Ausschalten  Soundeffekte, sondern auch bei jeder Handbewegung. Das nervt beim Schrauben. Unter den Augen meines Vaters und der Hausmeisterin und im Strahlen des Laserschwertes löse ich die Schrauben aus dem Türschloss. Es ist ein robustes Schloss. Meine Aktion bewirkt nur eine leichte Lockerung. Mein Vater beschließt kurzerhand die Tür einzutreten. Trotz vollem Körpereinsatz gelingt dies jedoch nicht. Doch wofür hat man eigentlich einen Hammer? Beherzt wird alle Kraft aufgebracht, um das Türschloss zu zerschmettern. Es hält. Langsam werde ich echt sehr nervös. Doch da hat unsere Hausmeisterin eine Idee. Sie schafft einen schweren, metallenen Dreizack herbei. Weder mein Vater noch ich wissen wo er her ist. Uns ist der Dreizack nie zuvor aufgefallen und wir sind uns sicher, dass weder Neptun noch Aquaman unsere Nachbarn sind. Zumindest bis jetzt. Auch jetzt, wo ich diese Zeilen tippe, wundere ich mich über diesen obskuren Gegenstand in unserem Keller. 

Gemeinschaftlich wird der Dreizack – unter der Beleuchtung des Laserschwerts – zwischen Tür und Wand gestemmt. Zentimeter für Zentimeter wird das Werkzeug hoch geschoben, während mein Vater den Hammerkopf des zuvor eingesetzten Hammers ebenfalls zwischen Tür und Wand stemmt. Mit voller Kraft arbeiten Hausmeisterin und Vater, beide über 70 Jahre alt, daran die Lücke zu vergrößern. In der Zwischenzeit kommt die Tochter der Hausmeisterin runter und schaut nach uns: „Reisst ihr das Haus ab?“ fragt sie grinsend und verschwindet wieder. Vermutlich bringt sie sich in Sicherheit vor dem potentiel einstürzenden Bau.

Sauber durchgebrochen.

Es kracht ohrenbetäubend. Der Hammer bricht. Der Dreizack nicht. Wir geben nicht auf. Es knarzt, es scheppert, Schweiß strömt und dann: Zack! Die Tür ist aufgebrochen. Fast zeitgleich kommt die BSR. Ich renne die Kellertreppe hoch, winke mit dem Laserschwert: „Wir haben die Tür aufgebrochen!“ Die Männer staunen nicht schlecht, lachen, räumen.

Ja, am Ende sind wir alles los geworden an Sperrmüll, unter großem Gelächter und Schulterklopfen. Aber mal ganz ehrlich: Da hätte ich doch auch meinen Star Wars Pullover anziehen können, oder?

Ein stummes Zeugnis verzweifelter Gewalttaten

Vorfreude

15.02.2018

Ich freue mich! Denn nun ist alles gebucht und so geht es in wenigen Wochen wieder in mein geliebtes Irland. Einige Tage lang tauche ich ab in einem kleinen, abgelegenen Ort, ohne Internet oder Computer, ohne DVDs oder X-Box und sogar verborgen vor dem Ansturm durch Jedi und Möchtegern-Jedi, die im Moment auf der Insel einfallen um die Star Wars Drehorte von ‚Die letzten Jedi‘ heimzusuchen. Für mich ist es eine enorme Erholung wieder zurückzukehren in die analoge Zeit. Die Abende werden am Kamin verbracht – mit einem Buch oder einem Irish Coffee, die Tage werden draussen verbracht, mit Bootstouren oder Angeln. Ab und an stecken wir unsere Nase in ein Pub, aber ansonsten ist nur Ausruhen angesagt. Und diese Ruhe benötige ich auch, denn ihr könnt Euch schon freuen auf ein Event im April: Unser Wochenendworkshop über Loki wird wieder statt finden. Mehr folgt später hier in diesem Blog.

Dieses Jahr begann für mich sehr aufwühlend, denn einige unvorhergesehene Ereignisse forderten Aufmerksamkeit und Zeit und so gönne ich mir nun Momente der Vorfreude: Irland! Ich komme!

Altbekannte, magische Pfade an verborgenen Orten in Irland

 

Verloren

Ich habe mich verloren,

ehe ich begriff, dass ich gefunden ward.

Einen Augenaufschlag lang

tanzte ich

das Universum,

so frei, so unbekümmert, atemlos.

Doch dann

war der Schatten

über mir,

ehe ich verstand,

dass aus meinem leichten Sprung

ein Sturz wurde.

Ich habe mich verloren,

ehe ich begriff, dass ich gefunden ward.

07.12.12

Curtis Nike

Jahresrückblick 2017 – Vorschau 2018

06.01.2018

Ich wünsche Euch allen ein gesundes und frohes neues Jahr! Ich hoffe ihr hattet einen guten

Meine erste selbt gezüchtete Orchidee öffnete ihre erste Blüte!

Jahresübergang und konntet die Rauhnächte bisher besinnlich verbringen.
Für mich war die Silvesternacht recht verwirrend. Selten träume ich in der Silvesternacht etwas, was daran liegen mag, dass es sich stets um eine sehr laute und unruhige Nacht handelt. Doch dieses Jahr habe ich von Loki und Thor geträumt. Der Traum war zunächst etwas beunruhigend, da irgend etwas unschönes passiert war und Anwälte spielten in ihm eine Rolle. Am Ende wurde irgendwie die Kurve gekriegt und wir drei – Loki, Thor und ich waren von der Angelegenheit betroffen – kamen aus der Sache raus. Hm. Meine Glücksnuß für dieses Jahr verhieß mir: Tyrs Gerechtigkeit. Nun da hilft wohl nur: Vertrauensvoll in die Zukunft sehen… obgleich es ja auch ein erstaunlich schönes Jahresanfangs-Zeichen gab. Meine bisher eher triste Orichdeen-Zucht (sic!) hat genau zu Jahresbeginn ihre erste Blüte geöffnet. Ich habe nicht schlecht gestaunt.

In den vergangenen Jahren habe ich es mir angewöhnt einen Jahresrückblick zu schreiben, was für mich persönlich stets recht hilfreich war. Also möchte ich diese Tradition auch in diesem Jahr fortsetzen und beginne, wie stets, mit meinem Fenster zur Welt, meinem Blog: Im letzten Jahr wurde mein Blog 8.061 mal aufgerufen, ich habe 49 Beiträge publiziert und 104 Personen folgen mir hier. Hierfür möchte ich mich ganz herzlich bei Euch bedanken!

Ich selbst hatte ein wechselhaftes Jahr. Während ich mich Anfang des letzten Jahres noch optimistisch über meine Gesundheit äusserte, durfte ich im Mai dann erst einmal einen Krankenhausaufenthalt genießen. Die durchgeführte Operation haute mich dermaßen aus den Socken, dass ich einige Monate brauchte, um wieder meine alte Fitness zu erreichen. Im Moment erfreue ich mich einfach daran wieder mobil zu sein. Die persönliche Praxis mit regelmäßiger Meditation und leichten Übungen läuft bei mir seit Ende Oktober wieder normal und tut mir sehr gut. Durch die Entschleunigung kam ich allerdings wieder mehr zum Lesen und bin auch oft im Kino gewesen. Insgesamt 24 Romane und 11 Kinobesuche liegen hinter mir. Im Kino war ich oft mit meinen Eltern und zu den Romanen kommen noch unzählige Hörbücher und Hörspiele, die ich konsumiert habe. Das klingt vermutlich für manch einen Muggel viel, aber dazu sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich so gut wie nie TV schaue.

Das Reisen habe ich 2017 sehr vermisst, denn ich hatte – bis auf ein verlängertes Wochenende kurz vor meiner OP – keinen Reiseurlaub. Irland fiel aus, auch eine Städtereise gab es in diesem Jahr nicht und Abstecher, um Freunde zu besuchen, waren mir auch nicht möglich. Vor allem Irland habe ich schmerzlich vermisst und wir hoffen, dass es in diesem Jahr wieder klappt.

Im Beruf hat sich bei mir einiges getan. Wie bereits angekündigt war ich auch 2017 – trotz Erkrankung – kreativ aktiv. Ich habe wieder etwas in den Kessel geworfen und auch der Hexenkalender für dieses Jahr wartet im Inhalt mit Beiträgen von mir auf. Zudem habe ich den Verkauf meiner kleinen, magischen Zauberprodukte ausgebaut. Und so hatte ich gleich zweimal die Möglichkeit mit meinem Verkaufsstand an einem Hexenevent Teil zu nehmen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Meine freien Tage enden heute und so nehme ich meine beratende Tätigkeit heute wieder auf. Kreative und magische Arbeit blühen.

Familiär mache ich so viel wie möglich mit meinen Eltern und hoffe, dass dies noch lange möglich sein wird. Kater Iggy ist inzwischen 13,5 Jahre alt, schläft viel und freut sich jetzt schon auf die wärmeren Frühlings- und Sommertage, da er dann rund um die Uhr auf dem Balkon ist, dort schläft und das Wetter genießt.

Quelle: Pixabay

Ziele für 2018 habe ich keine, ich werde sehen was das Jahr bringt.

Bleibt mir gewogen!