Impressionen von der Beltainenacht

02.05.2017

Nebelschwaden steigen in den Morgenstunden von den Feldern auf.
Bild: Peti Songcatcher

Rauch liegt in der Luft, es duftet nach brennendem Holz. Der Geruch des Feuers setzt sich in allem fest, in meinem Mantel, in meiner Mütze, in den Haaren und auch im Pullover. Alles riecht nach Beltainefeuer. Die Flammen prasseln, über uns funkeln die Sterne, das Schlagen der Trommel mischt sich mit dem Knistern des Feuers. Ich spüre, wie eine Last von mir fällt, wie sich etwas von mir in die Flammen begibt, um sich aufzulösen und transformiert wieder aufzusteigen. Es ist egal, ob ich dieses Fest still genieße, in mich gehe und in mir selbst ruhe oder ob ich mit einem Schrei oder unter Tränen meine Angst in die Flammen geben möchte. Es spielt keine Rolle, ob ich überhaupt etwas von mir Preis geben möchte, oder ob ich einfach nur mit dabei bin. Hier bin ich unter Geschwistern. Hier bin ich angekommen. Hier werde ich angenommen. Hier nehmen wir uns gegenseitig an. So wie wir sind. Und hier können wir den Alltag abstreifen, können so sein, wie wir wirklich sind. Wir entsprechen keinen Normen. Wir entsprechen keinen Regeln. Wir sind einfach nur die, die wir sind. Völlig ungeschminkt.

Der Wind weht auf, Gesang erhebt sich, vermischt sich mit Trommelklang und Feuersang. Es rauscht und wogt, wir stampfen in die Erde, knisternd sprühen Funken, Windesbrausen zerrt an meinem Haar. Meine eigene Stimme vermischt sich mit denen der anderen, das Blut pulsiert durch das Herz. Wir sind eins in einem Kreis. Alle anders, alle verbunden, alle einzigartig schön.

Das Beltaineritual nimmt seinen Lauf. Erst als es endet, der Kreis gelöst wird, da spüre ich die nächtliche Kälte, die der Wind mit sich bringt.

Ich atme durch, gehe ins Haus. Eine der Unsrigen hat eine heiße Suppe bereitet. Manche ziehen Tee und Gebäck vor. Andere suchen das warme Wohnzimmer auf, wo das Sofa lockt. Mich zieht es magisch zu der Suppe.

Was für ein wundervoller Ort, was für ein intensives, schönes, traumhaftes Ritual unter dem Sternenhimmel.

Du hast in dieser besonderen Nacht mit anderen getanzt? Wir haben Dich gespürt.

Du hast alleine getanzt? Wir haben Dich gefühlt. Tanze zusammen mit Deinen Geschwistern des Herzens und fühle die Kraft der Gemeinschaft.

Du hast nicht getanzt? Wir haben Dich vermisst.

Wenn Du wissen möchtest was für eine zauberhafte Zeit ich mit wundervollen Menschen zusammen im Hexenhaus Sternschnuppe verbracht habe und was wir zusammen erlebt haben, so freue ich mich darauf, wenn Du hier mit liest. Ich werde berichten.

Lass Dich verzaubern!

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Über Curtis Nike

Verhinderer apokalyptische Zustände.

Veröffentlicht am 2. Mai 2017 in Reisen und mit , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Es freut mich, daß Ihr eine so tolle Nacht hattet!!

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