Archiv der Kategorie: Kreatives und Arbeit

Hier könnt Ihr alles nachlesen, was ich so tue und mache.

Kommende Ereignisse

09.08.2017

Berlin – Stadt der Hexen, so heißt es. Aber Berlin ist nicht nur eine Stadt der Hexen. Berlin ist die Stadt der Magie, die Stadt der Vielfalt, die Stadt der Zauberwelten und auf seine Art das pagane Herz des Landes. Regelmäßig finden hier Veranstaltungen von Hexen, Heiden und Magiern statt, die inzwischen deutschlandweit – und auch über die Grenzen des Landes hinaus – Menschen hierher ziehen. Das Pagane Berlin pulsiert und so freue ich mich besonders auf das Wochenende vom 23. und 24. September dieses Jahres. Erstmalig findet die Konferenz der Pagan Federation in Berlin statt. Und sie verspricht zu einem echten Highlight zu werden. Nicht nur werden renommierte Musiker, Autoren und Handelnde anreisen, sondern es wird auch ein breites Angebot an Workshops, Vorträgen und Events geben. An Ständen gibt es magisches und hexisches zu erwerben, Speise und Trank werden angeboten und es besteht die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen.

Kerzen, Runenpins, magische Buttons und allerlei magischer Krimskrams… handmade by Curtis Nike

Wer schon immer einmal die Chance wahr nehmen wollte, um tiefer in die Materie einzudringen, in die Welt der Magie und Rituale. wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Und wer endlich einmal sehen möchte, was ich den ganzen Tag zaubere, schaffe und materialisiere, ist herzlich eingeladen mich an meinem Stand zu besuchen, denn ich werde dabei sein und meine Werke präsentieren: Kerzenzauber und allerlei magische, schöne Dinge gibt es da zu finden. Und dazu die Möglichkeit mit mir zu plauschen. Wenn dies mal kein Grund ist, sich auf die Socken zu machen.

Lesungen von Duke Meyer und ein Konzert von Peti Songcatcher and friends stellen schon im Vorfeld sicher, dass man sich hier gut unterhalten fühlt und von netten Menschen umgeben ist. Auch kam mir zu Ohren – aber dies ist noch nicht sicher – dass auch James vom Kessel mit dabei sein wird. Also: Den Stift zücken, Termin eintragen. Karten besorgen!

Ich freue mich auf Euch!

Wann? 23. und 24. September, jeweils ab 10.00 Uhr
Was? Pagan Federation International Konferenz

Wo? Veranstaltungshaus Wartenberger Hof, Dorfstraße 2, 13059 Berlin
Kosten? Der Aussenbereich mit Ständen und Pagan Pride Zelt ist frei zugänglich, der Innenbereich mit Konzert, Konferenz, Lesungen und Workshops ist mit Ticket zugänglich. Tickets gibt es ab lohnenden 35 € (für beide Tage) hier.

Hinweis: Mein Stand wird sich im Außenbereich befinden. Das heißt auch wenn ihr nicht an der Konferenz Teil nehmen möchtet, so könnt ihr vorbei kommen und mich (und einige andere) im Außenbereich besuchen, hier ist der Eintritt frei, ihr benötigt kein Ticket.

Die Zeit hinter der Zeit

05.08.2017

Wir glauben sie zu spüren; wir können sie jedoch weder sehen, noch riechen, noch schmecken. Und doch: Wir nutzen sie, um unser Leben zu organisieren, wir richten unsere Jahreskreisfeste nach ihr aus und sie ritzt Linien in unser Gesicht, in unsere Haut. Wir können sie messen und wir können sie einteilen, dies glauben wir zumindest. Denn es ist nicht einmal klar, ob sie überhaupt existiert. Alle Versuche, sie wissenschaftlich zu fassen, sind missglückt. Und inzwischen geht die Physik davon aus, dass es sie nicht gibt. Zumindest nicht in der Form, in der wir sie zu messen glauben. Zeit, wie wir sie vermeinen wahr zu nehmen, existiert nicht. Und wenn wir an den Pforten der Zeit stehen, dann betreten wir unerforschte Regionen und begeben uns somit in die Welt der Magie.

Der Kessel 4 mit Chronometer

So erstaunt es nicht, dass die vierte Ausgabe des Kessels sich diesmal „An den Toren der Zeit“ bewegt. Und auch diesmal bin ich mit gereist durch die magischen Welten und habe mich neuen Impulsen hingegeben. Einige Stunden – wir bleiben bei der illusionären Einteilung der Zeit, auch wenn sie sich real so nicht darstellt – habe ich mich durch die Augen einer Anderen auf die Pfade der Göttinnen dieser Welt begeben. Geleitet wurde ich durch Artedea, die mich in einem intensiven und erfrischendem Gespräch in ihre Welt führte. Entstanden ist aus dieser Begegnung ein Artikel, den ihr unter zahlreichen anderen, im neuen Kessel lesen könnt. Für mich persönlich war die Begegnung eine erweiternde, erfreuliche Erfahrung, eine Begegnung von Frau zu Frau, von Herz zu Herz, von Göttin zu Göttin. 

Begegnungen. Das ist es, was der Kessel Euch bieten kann. Die Zeitschrift für Naturverehrung, Vielgötterei, Magie und Hexenkunst ist für mich inzwischen aus dem neuheidnischen Spektrum kaum noch weg zu denken. Sich auf den Kessel einzulassen bedeutet sich vom Denken und Schreiben der Magier und Hexen unserer Zeit inspirieren zu lassen. Individuelle Standpunkte, neue Impulse, humorvolle Hinweise werden unterstrichen von künstlerischen Ausdrücken. Und dies alles in einer sehr edlen, aufwändigen Aufmachung und Gestaltung. Ich kann nur empfehlen: Gönnt Euch diese Zeitschrift, die mehr ein großes Buch als ein Heft ist. Es erwarten Euch wieder spannende, zum nachdenken anregende Artikel, inspirierende Bilder und Impulse für Körper, Geist und Hausgeist. Kräuterkunde und Rezepte gibt es ebenso wie Poesie und Philosophie. Als besonderes Bonbon gibt es diesmal einen Ausflug in die Welt einer Runen von Duke Meyer, der uns in die Magie der Zeit entführt. Oder war es gar nicht die Zeit? War es nicht vielmehr die Geschwindigkeit? Ist das überhaupt relevant? Und schon ist man mitten drin im Strom der Ereignisse – und ehe man sich versieht hat man sie durchschritten: Die Tore der Zeit. Was mag sich dahinter erstrecken?

Wenn auch Du den Mut hast Dich hinter die Fassade der sogenannten Realität entführen zu lassen, Dich einmal hinter das Denken des Menschen zu träumen, die Normen der Gesellschaft zu durchbrechen, so kann der Kessel ein erster Schritt in eine neue Zeit sein… oder so ähnlich.

Bleibt in Eurem Takt!

Werkzeuge der Magie – Einführende Gedanken

07.05.2017

Gaia, die Erdgöttin, umrankt von Pflanzen.
Design: Curtis Nike
Altarkerze ca. 22 cm Höhe

In der Magie gibt es zahlreiche Werkzeuge, die anwendbar sind. Als ‚Werkzeug‘ bezeichne ich in diesem Zusammenhang unterschiedliche Techniken, die man nutzen kann, um magisch wirksam zu handeln. Viele mögen die Arbeit mit dem Zauberstab oder das Wirken durch das Pentagramm, geheime, magische Zeichen oder Anrufungen mystischer Formeln mit Magie assoziieren. Doch dies sind nur einige Aspekte der Arbeit mit magischen Mitteln. Es gibt in der Magie zahlreiche unterschiedliche Arbeitsmethoden, die in sich sehr unterschiedlich sein können. Formen der Atemtechnik oder Meditation gehören genauso dazu wie das Ziehen eines Schutzkreises oder das Anrufen diverser Kräfte. Für mich ist Magie vergleichbar mit den Sprachen der Welt: Sie ist so vielseitig wie die Menschen, die mit ihr arbeiten. Zugleich kann man noch so viele Techniken lernen, es gibt immer wieder Neues zu entdecken und erlernen.

Mein Motto:
Traue keinem Magier, der behauptet alles zu wissen.
Traue keiner Hexe, die meint nichts mehr lernen zu müssen.

In der Hexentradition des Reclaiming geht es darum sich selbst zu ermächtigen. Dies gilt sowohl für das magische Handeln, als auch für die spirituelle oder religiöse Praxis. Jede und jeder hat beispielsweise seine eigene Priesterschaft in sich ruhend. Eine Hohepriesterschaft gibt es nicht. Dies liegt daran, dass jeder Mensch den göttlichen Funken in sich hat und somit der Kontakt zum Göttlichen (oder zum Universum, zum Numinosen, die Macht oder wie auch immer man es im einzelnen bezeichnen möchte) nicht über Mittler geschehen muß.
Selbstermächtigung bedeutet anzuerkennen wo habe ich meine Schwächen, wo meine Stärken. Welche magischen oder spirituellen Mittel und Methoden liegen mir besonders? Welche sind mir fern? Ich selbst zum Beispiel kann überhaupt nicht gut trommeln, dafür erstelle ich gute und effektive magische Kerzen. Und dennoch gibt es für mich in beiden Bereichen noch sehr viel zu lernen.
Das Bereichernde in der Reclaiming Tradition ist, dass alle Hexen ihre individuellen Stärken und Schwächen mit sich bringen, mit der Bereitschaft sie zum einen zu Präsentieren, zum anderen Neues hinzuzulernen. Die Bereitschaft zur Selbstreflexion, konstruktiver Umgang mit Kritik und die Fähigkeit an sich zu arbeiten sind Grundvoraussetzungen für das Miteinander in der Reclaiming Gemeinschaft. Mehr braucht es nicht. Denn genau dies zeichnet die wundervolle Magie in der Reclaiming Hexentradition aus: Neueinsteiger und ‚alte Hasen‘ arbeiten Hand in Hand zusammen. So mischen sich die Impulse immer wieder miteinander und bringen frischen und inspirierenden Wind mit sich. Neulinge können aus einem mannigfachigen Pool lernen, Alteingesessene kommen immer wieder mit neuen Ideen und Anstößen in Berührung. Daraus wächst die Gemeinschaft und dadurch hat jedes Mitglied der Gemeinschaft die Möglichkeit sich individuell zu erweitern und zu entwickeln.

Kerzen, Runenpins, magische Buttons und allerlei magischer Krimskrams… handmade by Curtis Nike

Ich möchte Euch – basierend auf meinen Erfahrungen vom ‚Phoenix-Treffen‘ in den nächsten Beiträgen zwei Grundtechniken der Magie aus meiner persönlichen Sicht kurz vorstellen und Euch zugleich Hexen und Heiden vorstellen, die diese Techniken meines Erachtens sehr gut beherrschen und Euch auch zugänglich machen.

Bleibt mir gewogen!

Auktion Ende

13.03.2017

Die Auktion endet mit einem Höchstgebot von 50 €. Von diesem Betrag gehen 10 € demnächst per PayPal an die Sternschnuppe.

Und dies nun ist das Gesamtpaket:

Ein Paket handgemachter Badeschokolade, eine kleine Pentagrammkerze, eine farbige Flammenkerze und ein geheimnisvoller, magischer Beutel mit zauberhaftem Inhalt…

Bei der nächsten Auktion werdet Ihr wieder die Chance haben Euch selbst zu beschenken.

Bleibt magisch, bleibt neugierig!

Luftbilder – Beginn der Arbeit am Kalender 2018

14. Februar 2017

So ordentlich sieht es bei mir selten aus...

So ordentlich sieht es bei mir selten aus…

Ich sehe über meinen Arbeitstisch – er ist voll gepackt mit Papieren, Büchern, Bleistiften, Tuschestiften, Millimeterpapier… Wenn ich arbeite, dann umgibt mich das Chaos. Ordnung irritiert mich und wird automatisch während des Arbeitsprozesses aufgelöst. Es ist, als würde ein Wirbelwind über meinen Arbeitsbereich fahren und alles in Chaos stürzen. Und mit dem Wind sind wir auch schon bei einem wichtigen Thema, nämlich bei dem Element Luft, welches mich künstlerisch in den nächsten Wochen und Monaten begleiten wird. 

Schon als Kind hatte ich eine große Leidenschaft für die kleinen Beherrscher der Lüfte und der Erde. Geerbt habe ich diese Faszination – laut meiner Eltern – von meinem Urgroßvater. Er hatte schon einen Hang zu Entomologie, den ich bereits früh in der Kindheit auslebte. Noch heute besitze ich Bücher und Hefte über Insekten, die schon mein Urgroßvater las. Dabei übte ich selbst mich vor allem in der Myrmekologie: Sobald ich Ameisenstraßen in unserem Garten oder Hof entdeckte erschuf ich kleine Hindernisse und beobachtete die Ameisen: Gingen sie einen Umweg, um das Hindernis zu umgehen? Oder kletterten sie einfach darüber? Dabei war ich fasziniert von der Kommunikation zwischen diesen Tieren. Rasend schnell ging die Info um, dass sich auf dem Ameisenweg etwas erstaunlich verändert hatte und spezielle Teams trabten an, um die Risikoforschung an dem Hindernis aufzunehmen. Noch heute ist es fast unmöglich mich vom Fernseher weg zu bekommen, wenn eine Dokumentation über Ameisen läuft. Doch ich schweife ab… 

Käferchen aus meiner Fotosammlung.

Käferchen aus meiner Fotosammlung.

Viel hängen geblieben ist von dieser Begeisterung für die Welt der Insekten nicht bei mir. Zwar fotografiere ich immer noch gerne Käfer, Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und ähnliche Gesellen – wenn ich sie unter die Linse bekomme – aber der Enthusiasmus der Jugend ist vergangen. Und inzwischen ist leider auch mein Fotoapparat hinüber. Zudem schleichen irgendwie so viele andere Interessen mit ins Leben und man hat so viel um die Ohren, das man den jugendlichen Eifer irgendwann fast vergisst. Aber nur fast!

„Mikrokosmos Luft“, dies ist das Motto, welches ich mir für den ersten, zu gestaltenden, Monat ausgesucht habe. Und demnächst zeige ich Euch wie so ein Geschöpf der Luft auf dem Papier entsteht.

Bleibt mir gewogen!