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Ein Mensch und ein Werwolf bitte!

28.08.2018

Der heiße Sommer lud dazu ein die Tage etwas lockerer zu gestalten. Erfrischung findet man in Berlin unter anderem am Wannsee oder im Grunewald. Das fand auch mein Neffe, der samt Familie die Ferien hier bei mir in der Stadt verbrachte. Und wie stets, wenn er hier ist, besuche ich mit ihm magische und verzauberte Orte, die irgendwo in Berlin verborgen sind. In diesem Jahr führte uns unser Weg in das kleine, aber feine Magicum, in der Nähe der S-Bahn Station Hackescher Markt. Eine kleine Pforte muß durchschritten werden und schon befindet man sich in einer anderen Welt. Hinter dem Tresen steht ein freundlicher Zauberer und ich zücke meine Geldbörse, „ein Mensch und ein Werwolf bitte!“. Der Zauberer lächelt und nickt, „einen Moment, ich muß in die Liste schauen“, antwortet er mit einem orientalischen Akzent, dann holt er zwei Tickets hervor, „wir machen es für einen kleinen und für einen großen Menschen, kommt auf das Gleiche hinaus.“ Ich zahle die Tickets und es geht los…

Wir werden gebeten uns hin zu setzen, damit wir eine Prüfung machen können, in der sich herausstellt, ob wir ‚magische Hände‘ haben. Vor allem für meinen Neffen ist dies wichtig, da durch die Prüfung herausgefunden wird, ob er seine magische Ausbildung beginnen kann. Ich kann soviel sagen: Die Herausforderung, die aus der Lösung eines Zaubertricks bestand, hatte es in sich! Ich benötigte viel Zeit und Konzentration, um sie zu meistern. Doch dadurch wurde meine Vorfreude auf das, was uns noch erwarten würde, nur umso größer! Wir erhielten – nach der Meisterung der Eingangsaufgabe – ein kleines Heft mit Aufgaben, die uns durch das Magicum leiten sollte. Darin befanden sich Aufgaben, die man im Laufe des Besuches des Magicums lösen konnte.

Das Magicum ist ein rundum interaktives kleines, aber feines Museum. Man geht einige Treppen hinab in die Tiefe und taucht gleich ein in die Welt der Alchemie. Dabei ist es wichtig die Augen offen zu halten, zu leicht übersieht man eines der Highlights, die alchemistische Küche von Nicholas Flamel, die sich in eine Nische schmiegt und sehr an das erinnert, was ich mir unter einer echten ‚Hexenküche‘ vorstelle.

Willkommen in der Welt der Magie!

Das Magicum lädt überall ein inne zu halten und magische Gegenstände selbst auszuprobieren. Dies ist an Tischen mit bequemen Stühlen möglich, auch stehen überall Bleistifte bereit, die es ermöglichen sich Notizen zu machen. So kann man einiges über das eigene Sternzeichen, sein chinesisches Horoskop oder die Bedeutung der Elemente in den Sternbildern erfahren. Anderswo können Karten gezogen werden, so kann man Krafttierkarten, Götterkarten oder Feenkarten ziehen und auch sogleich etwas über die Bedeutung erfahren. An anderer Stelle kann man mit chinesischen Wasserschalen meditative Klänge erzeugen oder sich mit dem Pendel beschäftigen. Das Magicum ist voller Rätsel und Aufgaben, die einen magischen, illusionistischen oder spirituellen Hintergrund besitzen. Zugleich erfährt man etwas über Alchemie, die Weltreligionen, Hexen, Illusionskunst und ähnliches. 

Die Ausstellung richtet sich vor allem an Neugierige und ist so konzipiert, dass man sie komplett ohne Vorwissen besuchen kann. Insofern bot das Informationsmaterial mir nicht wirklich neue Impulse. Dennoch hatte ich beim Besuch des Magicums sehr viel Spaß und mein Neffe und ich mussten uns – obgleich die reine Ausstellung recht überschaubar ist und schnell zu durchlaufen ist – nach über zwei Stunden nahezu gewaltsam los eisen, um pünktlich zum Familienessen nach Hause zu kommen. Die zahlreichen Rätsel und Aufgaben – einige davon kannte ich tatsächlich noch aus meiner eigenen magischen Anfangszeit – machten uns so viel Spaß und nahmen uns regelrecht gefangen, dass wir Zeit und Raum vergaßen.

Das Magicum befindet sich in der Großen Hamburger Straße 17 in 10115 Berlin, es ist täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Die Tickets kosten für ausgewachsene Menschen 9,50 € und für kleine Menschen und alle anderen Kreaturen 7,50 €. Miniaturmenschen bis 6 Jahre haben freien Eintritt.

Meines Erachtens ist das Magicum einen Ausflug wert und auch Muggel können hier Magie einmal von einer ganz neuen Warte aus erfahren. 

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Ausstrahlungstermin ‚Berlin Stadt der Hexen‘

02.05.2018

Heute wird um 13.45 Uhr auf ARD Alpha noch einmal der Film ‚Berlin – Stadt der Hexen‘, an dem ich mitwirken durfte ausgestrahlt. 
Wer es nicht schafft reinzuschauen hat noch bis zum 08. Mai die Möglichkeit den Film in der Mediathek abrufen:

http://www.ardmediathek.de/tv/Berlin-Stadt-der-Hexen/Berlin-Stadt-der-Hexen/ARD-alpha/Video?bcastId=52085182&documentId=52085202

Foto: Thanis Voyant
Model und Bearbeitung: Curtis Nike

Irischer Frühling

18.03.2018

Vor dem Auge dehnen sich grüne Wiesen und Moore aus.

Als ich im Jahr 1991 das erste Mal nach Irland reiste, da war meine Abreise mit Tränen verbunden. Ich hatte mich so sehr in das Land verliebt, dass ich die Abreise und Trennung kaum ertrug. Ob ich jemals wieder auf die grüne Feeninsel zurückkehren würde war damals völlig unklar. 

Heute ist Irland für mich nicht nur ein Ort der Sehnsucht, sondern vor allem ein Ort der Rast und Ruhe. Hier tauche ich ab in ein Leben abseits der regulären Wege. Ohne Computer, ohne Netz, ohne städtische Ablenkung und vor allem weitab von jeglicher Arbeit. Die Tage beginnen nach dem Frühstück mit Ausflügen an die Seen und Flüsse, mit Angeln und Bootsfahrten, sie enden mit der Dämmerung. Oft sind wir den ganzen Tag draussen in der Natur, weit ab von den Menschen. Ich verbringe die kurzen Abende am Kamin und gehe sehr früh schlafen. Dies ist für mich Erholung und Entspannung pur. 

Die Tore zur Anderswelt findet man in Irland überall, zuweilen auch ohne geschulten Blick.

Nun bin ich wieder zurück in Berlin, wo mich ein wahrhafter Kälteschock erwischte. Da, wo in Irland frühlingshafte Winde herrschten, Frühlingsduft in der Luft lag und ein warmer Regen die Natur aus der Winterruhe weckte, da empfingen mich hier Minustemperaturen. Schon vermisse ich den Kamin mit dem prasselnden Feuer und die satten Regenbögen über dem Land. Nur langsam komme ich hier, in der Stadt der Hexen, wieder an. Hinter mir liegt eine rundum erholsame Irland-Reise und ein fröhlicher St. Patrick’s Day. Denn wo bei meiner ersten Abreise von der grünen Insel bei mir die Tränen flossen, da gab es diesmal Live-Musik am Flughafen, wo die ankommenden und abreisenden Gäste von irischer Musik willkommen geheißen und verabschiedet wurden. Dies ist die irische Mentalität, die ich so liebe. 

Möge der irische Frühling bald auch hier Einzug halten!

Narzisse nach Frühlingsregen

Lokis Rückkehr: Workshop Wochenende in Berlin

19.02.2018

Hört ihr das Wispern im Wind? Riecht ihr den Frühling in der Luft? Seht ihr das sanfte, grüne Knospen in den Bäumen? Langsam, Augenblick um Augenblick, steigt das Grün wieder auf. In den Gräsern und Bäumen wispert eine Stimme, göttinnengleich, sanft und so schön, dass das Herz bewegt erzittert. Es ist Laufey, die laubumkränzte, schöne, grüne Frau, die sanft und zugleich machtvoll zurück kehrt und uns Geschichten zuflüstert. „Kennst Du meine Kinder? Kennst Du meine Söhne? Kennst Du den einen, der die Geschichte der Götter und der Menschen verändert hat?“ Sie lacht. Natürlich weisst Du von wem sie redet, doch möchtest Du ihn wirklich kennen lernen? Möchtest Du eintauchen in die Geschichten, Mythen und in den Alltag des einen, der aus der Welt der Riesen in die Welt der Götter eintauchte und somit alle Welten für immer veränderte? Dann sei herzlich eingeladen zu unserem Workshopwochenende in Berlin:

Vielen Dank an Michael A. Weigel für die Illustration!

Loki – unser Trickster

Eine Reise in die Tiefen der Mythologie, wir werden Loki begegnen und eintauchen in seine Geschichten. Gemeinsam werden wir in sicherem, rituellen Raum eine Reise zu den kulturellen Wurzeln des Gottes machen, der zwischen den Welten reist. Dabei werden wir unsere persönliche Beziehung zu Loki erkunden und durch Magie, Lachen und Kreativität die Möglichkeit haben herauszufinden welche Rolle er in unserem persönlichen Leben spielt. 

Die Reclaiming-Lehrerin Cassandra und die Religionswissenschaftlerin Curtis Nike geleiten euch durch dieses Workshopwochenende, welches im Herzen Berlins, nämlich in Berlin-Kreuzberg statt finden wird. Der genaue Ort wird Euch nach der Anmeldung und Anzahlung mitgeteilt.

Das Wochenende findet statt von Freitag, 27. April 2018, 18.30 Uhr bis Sonntag, 29. April 2018, 13.30 Uhr.

Das Wochenende umfasst den Workshop und alle benötigten Materialien sowie Getränke (Wasser, Tee, Kaffee, Saft). Am Samstag wird es ein buntes Buffet geben, zu dem jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bitte eine Speise beisteuert. Weitere Infos hierzu werden mit der Anmeldebestätigung verschickt.

Kosten: 120 – 150 € nach Selbsteinschätzung.
90 € für Schüler, Studenten und Erwerbslose.

Die Plätze für den Workshop sind begrenzt, die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges berücksichtigt. Anmeldungen sind möglich bis: 10. April 2018.

Wir freuen uns auf Euch!

Ein Stück Winkelgasse in Berlin

09.11.2017

Hochwertige, handgefertigte Zauberstäbe – jeder ein Einzelstück – gibt es in der Hexenstube.

Kalt ist es geworden. Nachts sind die Temperaturen hier in Berlin zuweilen nahe am Gefrierpunkt. Der Winter naht in großen Schritten. Und mit dem nahenden Winter kommt auch die Zeit, in der man sich zum einen gemütlich zu Hause einmummeln möchte und man zum anderen schon an die bevorstehende Julzeit, die Rauhnächte und Weihnachten denkt. Für mich gehört zu dieser Jahreszeit auch Elfenwein, heißer Met, Kerzenschein, Räucherungen, Kreativität und magisches Wirken. Und um sich entsprechend einzudecken lohnt sich ein Ausflug nach Berlin-Spandau, denn hier findet sich in der Falkenhagener Straße 53 – neben dem einschlägigen Pub ‚Hexenkessel‘ – Phoebes Hexenstube, die Anschrift für Met, Ritualbedarf, Zauberstäbe und einfach alles, was das Hexenherz begehrt. Ausserdem trifft man hier in der Regel immer Menschen an, die sich Zeit und Muse für einen Plausch nehmen.

Niffler hinter Sicherheitsscheibe, mitten in seinem Raubzug geschockzaubert. Keine Sorge! Es bleibt nicht in diesem Zustand, sondern verbringt die meiste Zeit in seiner natürlichen Umgebung in artgerechter Haltung! Davon habe ich mich persönlich überzeugt!

Um sicher zu gehen, dass der hauseigene Niffler auch garantiert unter einem effektiven Lähmungszauber steckte (schließlich hatte ich keine Lust Geld- und Schmucklos nach Hause zu kommen), meldete ich mich und meinen Neffen im Vorfeld an. Und so wurden wir nicht nur erwartet, sondern auch noch mit frischen Kaffee und einem Halloween-Naschkorb begrüßt. Allein dieser freundliche Empfang und die anschließenden Gespräche waren die Reise schon wert!

Phoebes Hexenstube ist ein kleiner, aber feiner Laden, der in keiner Weise mit den gängigen Muggel-Esoterikläden zu vergleichen ist. Fast alle angebotenen Waren sind handgefertigt von Hexen und Magiern, von den Zauberstäben, über rituellen Kopfschmuck hin zu Göttinnenfiguren und Altarzubehör. Ja, es gibt hier sogar für die moderne Hexe von heute Hüllen für das Mobiltelefon, welche handgehäckelt sind, hergestellt von einer weisen Frau. Diese Stube ist so besonders wie jedes einzelne Stück, welches hier angeboten wird.

Während ich meinen Kaffee genieße und mein Neffe Zauberstäbe ausprobiert, erfahre ich, dass es diesen kleinen, aber feinen Laden bereits seit 2014 gibt. Zuvor war die Hexenstube ein reiner Online-Laden. Ursprünglich war Bianca, die Eigentümerin, mit einem kleinen Designlabel selbständig tätig. Unter anderem nähte sie Taschen. Doch es schlichen sich immer mehr keltische Muster in ihre Arbeit und nach und nach wurde klar: Da bahnte sich etwas neues an! Und so entstand die Hexenstube, die heute Anlaufstelle für Hexen, Magier und magische Kreaturen im weiteren Umfeld sind. Unvoreingenommen alle Besucher, die im Stande sind sich an die Umgangsformen zu halten, sind willkommen: Schamanen, Freifliegende, Lernende ebenso wie Fortgeschrittene, Todesser ebenso wie Muggelstämmige und auch für Werwölfe gibt es immer ein Plätzchen (bei Vollmond allerdings aus nachvollziehbaren Gründen nur bei vorheriger Einnahme des Wolfsbanntranks!).

Ob Zauberflaschen, Beutel oder Handhüllen – die meisten Artikel hier sind in liebevoller Handarbeit von Hexen hergestellt worden.

Phoebes Hexenstube ist immer einen Besuch wert. Jedes Stück, welches hier erworben werden kann, hat eine eigene Geschichte, welche Bianca auch gerne teilt. Wer also wissen möchte, was es mit Ratatösks Kumpel Hansi auf sich hat oder wie es Atos dem Widder ergangen ist und wieso er nun im Hexenladen rumhängt, der mag Bianca doch einfach einmal besuchen und ihren Ausführungen lauschen. Ich empfehle beim Besuch das GoldenDark Bier zu probieren. Dieses Schwarzbier mit Honig kostet 2,50 € und in der Regel kann man es vor Ort auch gekühlt erwerben. Natürlich ist es auch möglich bei einer Flasche Met den Geschichten zu lauschen oder sich auf Entdeckungstour durch die Regale zu begeben.

Phoebes Hexenstube ist Dienstags und Freitags von 15.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.
Es ist auch möglich ausserhalb dieser Zeiten einen Termin zu vereinbaren, eine Email an Bianca genügt:

bianca.wertheimer(at)phoebes-hexenstube.net

Schön, dass es so zauberhafte Orte in Berlin gibt ❤

Zauberhafte Kerzen für den Altar.