Blog-Archive

Vampire in Berlin

"Only Lovers left alive" Shira als Eve und Curtis Nike als Adam

„Only Lovers left alive“
Shira als Eve und Curtis Nike als Adam

Am 18. Dezember hatte ich Euch erste Fotos von einem LARP Fotoshooting präsentiert und weitere Bilder angekündigt. Erstmalig stand für mich ein Fotoshooting nicht nur unter einem Motto, welches es zu präsentieren galt, sondern es sollte komplett in die Haut eines Anderen geschlüpft werden. Gemeinsam mit meiner Jugendfreundin Shira stand ich vor der Kamera. In Szene gesetzt wurden wir von der Fotografin Thanis Voyant, die auch schon für das Filmprojekt Berlin, Stadt der Hexen hinter der Fotokamera gestanden hatte.

Unsterbliche Liebe

Unsterbliche Liebe

Das Thema des Fotoshootings war die unsterbliche Liebe zweier Vampire zueinander. In eindrucksvollen Bildern ist diese ungewöhnliche Geschichte von Jim Jarmusch im Film Only Lovers left alive umgesetzt worden. Unterstrichen von einer äußerst intensiven Filmmusik hatten sich Shira und ich von Anfang an in die Bildkompositionen des Werkes verliebt. Die ungewöhnliche Geschichte und die Impulse durch die Dialoge der beiden Hauptfiguren inspirierten uns gleich dazu den Faden der Geschichte aufzunehmen und weiter zu spinnen. So ist das in der Welt, in der ich lebe. Liverollenspiele entwickeln sich oft spontan und wir lassen ihnen ihren Raum sich zu entfalten.

Und nach einem unvorhergesehen verspielten Wochenende voller Blutdurst, Melancholie und Sehnsucht kam uns die Idee ein paar Impulse dieser Geschichte szenisch darzustellen.

Die Liebe zur Musik kann ein Aspekt sein, der hilft die Jahrhunderte zu überstehen.

Die Liebe zur Musik kann ein Aspekt sein, der hilft die Jahrhunderte zu überstehen.

Was ist es, was einem Vampir dabei hilft die zerfallenden Jahre und Jahrhundert zu überstehen? Woraus resultiert die Kraft eines ‚Menschen‘ der Unsterblichkeit entgegen zu treten? Und kann es so etwas geben wie Liebe, die den Tod überdauert? Diese Fragen sind weitaus älter, als die moderne Literatur oder das neuzeitliche filmische Medium. Sie bewegen die Geschichten vermutlich seit Menschen Gedenken. Und so ist es Faszination und Furcht gleichermaßen, die von den untoten Kreaturen der Nacht aus geht. Ist es da ein Wunder, dass kreative Menschen sich dadurch inspiriert fühlen?

Blutdurst

Blutdurst

Und da ich selbst stets kreativ und inspiriert bin, wird es auch 2015 sicherlich einiges aus meiner Hexenküche zu berichten geben. Seien es Fotoshootings, kreative Projekte, die Vorstellung magischer Orte oder was mich sonst noch so umtreibt.

Neugierige Geschöpfe, seid willkommen!

Advertisements

LARP-Fotoshooting: Erste Impressionen

Vampire im aufsteigenden Nebel...

Vampire im aufsteigenden Nebel…

Es ist dunkel draußen. Feucht und kühl. Herbstlich. Die Wintersonnenwende naht und weckt das Bedürfnis sich zurückzuziehen. Tee, heiße Schokolade und Glühmet wärmen das Innere, es duftet nach Gewürzen und süßem Gebäck. Für mich endet die kreative Foto-Arbeit in diesem Jahr. Es ist an der Zeit zurückzublicken, was man gewirkt hat in den letzten zwölf Monaten, und vorauszuschauen, wie sich das nächste Jahr gestalten mag.

Doch zuvor noch ein paar Fotos als Vorgeschmack für Kommendes…

Das letzte Fotoshooting in diesem Jahr 2014 fand bei mir im Haus statt. Thanis Voyant war mit ihrer Fotoausrüstung da, um meine Freundin Shira und mich in Szene zu setzen. Dafür wurde mein Wohnzimmer für einige Stunden in ein Fotostudio verwandelt. Etwas, von dem ich vorher nicht wusste, dass es möglich sein würde. Und Shira und ich verwandelten uns in ein medienbekanntes Vampirpaar. Nicht, das wir dies nicht schon in der Vergangenheit getan hätten – Rollenspiele unterschiedlicher Natur sind eine Leidenschaft von mir und einigen meiner Freunde. Nur: Noch nie hatten wir dies optisch in der Art gemacht, dass es sich gelohnt hätte es fotografisch in Szene zu setzen. Bis jetzt.

Wir glitzern nicht im Sonnenlicht. Wir trinken kein Kunstblut. Wir schätzen die Natur. Wir sind befremdet von Menschen-Zombies. Wir sind voller Liebe. Und ich bin zudem depressiv. Und das schon seit tausend Jahren. Das ist ganz schön anstrengend. Und das macht auch das blutleere Herz irgendwie sehr, sehr schwer… Am Ende, das gebe ich zu, war ich froh aus dieser melancholischen Rolle wieder raus zu dürfen. Und nun gibt es wieder Rotwein statt Blut.

Wer keine Ahnung hat, wovon ich hier schreibe, dem möchte ich den wundervollen Film Only Lovers left alive ans Herz legen. Ein außergewöhnlicher Film mit wunderbaren Bildern, einer phantastischen Filmmusik und einer gänzlich anderen Vampirgeschichte als der erschreckende Kram, der uns in den letzten Jahren medial kredenzt wird. Anspruchsvoll, tiefsinnig, intelligent und absolut sehenswert!

Hier zwei erste Fotos. Weitere werden folgen, voraussichtlich nach den Rauhnächten. Diese wundervollen, magischen Nächte, voller Dunkelheit und Zauber! Mögen sie auch für Euch voller Liebe und Magie sein!

Cover Lovers

 

Der Winter kommt…

Dunkler und dunkler werden die Tage. Die Kraft der Sonne lässt spürbar nach. Mit eisigen Fingern greift die kommende Kälte nach uns, lässt unsere Haut frösteln, lässt den Atem gefrieren.

Kalt war es, das letzte Fotoshooting im Nebelmond, draußen am Plötzensee in Berlin-Wedding. Die Bäume entlaubt, die Pfade vernebelt und bedeckt mit rotgoldenem Herbstlaub. Gemeinsam mit LiBella und einer Freundin war ich unterwegs im herbstlichen Halbdunkel. Der Hauch von Winter schon in der Luft, die kommenden Rauhnächte  werfen ihr Schatten voraus.

Ich schaue hinaus auf den See, die Oberfläche scheint wir Quecksilber. Kalt und abweisend. Es ist an der Zeit sich zurückzuziehen, sich in die Wärme zu begeben, heiße Getränke zu genießen und zu träumen. Und dies werde auch ich tun.

Das Fotoshooting am Plötzensee war das Vorletzte in diesem Jahr. Das voraussichtlich letzte Shooting habe ich letztes Wochenende hinter mich gebracht – da ich nach längerer Krankheit noch immer leicht angeschlagen war, wurde es nach Innen verlegt. Und diesmal ist alles anders: LARP war angesagt! Ich bin selbst schon gespannt auf die Ergebnisse!

In diesem Sinne: Bleibt neugierig! Ich auf jeden Fall bin es!

Dunkelheit Foto: LiBella Model: Curtis Nike

Dunkelheit
Foto: LiBella
Model: Curtis Nike

 

Willkommen in Berlins Anderswelt!

Foto: LiBella Models: Curtis Nike und Rebecca Rubin

Foto ‚Die Sterndeuter‘: LiBella

In der Vergangenheit habe ich bereits an diverser Stelle von der Magie meiner Heimatstadt Berlin berichtet. Hinter den Fassaden der Stadt verbergen sich magische und kraftvolle Orte. Wer es wagt sich einen Schritt abseits der Wege zu stellen, kann Staunenswertes finden. Die Welt der Menschen hinter sich lassen und eintauchen in die Welt der Naturgeister, der Feen und Elfen, dies ist auch in der Großstadt Berlin möglich.

Während die Touristen die Bergmannstraße entlang schlendern, die Düfte der Stadt in sich auf nehmen oder in einem der zahlreichen Restaurants und Cafes einkehren, um sich verwöhnen zu lassen, geschieht im Victoriapark seltsames. Der Wasserfall unterhalb des Schinkel-Denkmals ist versiegt. Einige Berlinbesucher ziehen vorbei, schenken den nun nackten Felsen und Steinen kaum einen Blick. Öde ergießt sich die Schneise des trockenen Wasserfalls ca. 60 Meter in die Tiefe. Im Tümpel schwimmen ein paar Enten. Ein Mann sitzt auf einem Stein und ist in seine Lektüre vertieft. Spaziergänger gehen vorbei, ohne einen Blick hinüber zu werfen in den Schnitt, der zwischen den Welten verläuft.

Foto: LiBella Model und Bearbeitung: Curtis Nike

Foto: LiBella
Model und Bearbeitung: Curtis Nike

Ich ziehe meine Schuhe aus, taste mich mit meinen Zehen über den steinigen Boden, gehe einen Schritt. Vorsichtig. Dann noch einen. Und noch einen. Es ist unangenehm. Es tut weh. Und mit einem Male verwandle ich mich. Eben noch ging ich durch das heiße Berlin, in meinen leichten Sommersachen. Doch nun trage ich ein Gewand, bin eingetaucht in die Anderswelt und fühle mein Herz schlagen. Kraftvoll und intensiv. Das Wasser, es zieht mich an. Sehnsucht durchdringt mich. Sehnsucht nach einem Zu Hause, welches ich hinter mir ließ. Jeder Schritt über die Steine schmerzt. Meine Füße, sie bluten. Sie schmerzen. Dies ist der Preis. Es sind die Füße der kleinen Seejungfrau, die – entbrannt in Liebe – ihr mystisches Wesen eintauschte gegen ein paar blutender Füße, die sich durch die Menschenwelt trugen. Ich schaue zur Sonne hinauf. Hell ist sie, gleißend. Sie ist mir so fremd, dieses feurige, flammende Element. Nie berühren ihre Strahlen den Grund des Meeres. Und genau dort sitze ich, auf einem Fels am Meeresstrand. Zerrissen zwischen der Liebe zu einem Mann, der einer Anderen versprochen ist und der unerfüllbaren Sehnsucht wieder nach Hause zurück kehren zu dürfen. Letztendlich werde ich sterben müssen.

Foto und Bearbeitung: LiBella Model: Curtis Nike

Foto und Bearbeitung: LiBellaModel: Curtis Nike

Oben am Himmel über mir ist der Saturn, zunächst noch verborgen durch das Licht der Sonne. Doch ich spüre seine Präsenz. Er ist der Unheilsbringer, aber ihm zu begegnen bedeutet auch einen Lehrmeister zu finden, der das Leben schmerzlich begleitet. Die kleine Seejungfrau erwacht aus ihren Träumereien. Sie erhebt sich und wird zur selbstbestimmten, kraftvollen Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt. Als Priesterin streckt sie sich den Sternen entgegen. Nun ist sie Mittlerin zwischen den Welten, nun ist sie Frau, unabhängig und frei! Die Nacht steigt auf in der Anderswelt, die Sterne beginnen zu glitzern, erfüllen den Himmel. Die kleine Seejungfrau ist Vergangenheit!

Wieviele Minuten sind vergangen? Fünf oder zehn? Eine kleine Träumerei, vielleicht sind es fünfzehn Minuten gewesen? Nein! Drei Stunden waren es! Drei Stunden lang weilte ich in der Anderswelt. Und dann drehe ich mich um. Da steht LiBella, die Fotografin. Da ist meine Freundin, gewandet in ihren Elfenmantel. Vorhin trug sie doch noch eine Hose. Hat sie sich umgezogen? Ich erinnere mich nicht. Einen Moment lang wähnte ich mich in der Anderswelt. Und nun bin ich wieder hier, in der Welt der Menschen. Doch was ist es, was uns stets zurück führt aus den verschlungenen Pfaden der Anderswelt in das Reich der Menschen? Zurück in die Großstadt Berlin? Darauf kann es nur eine Antwort geben: Es sind unsere Verbindungen des Herzens!

Foto: LiBella Models: Curtis Nike und Rebecca Rubin

Foto ‚Verbindungen‘: LiBella

 

 

Sommer in Berlin

Foto:LiBellaModels: Curtis Nike und Rebecca Rubin

Foto: LiBella

Foto und Bearbeitung:LiBellaModel: Curtis Nike

Foto und Bearbeitung:
LiBella
Model: Curtis Nike

Der Himmel strahlt blau, die Luft ist klar, die Sonne scheint und wärmt die Erde. Mit aller Kraft ist der Sommer gekommen, bringt angenehme Temperaturen mit sich und lädt dazu ein hinaus in die Natur zu gehen, am oder im Wasser zu wandern oder sich einfach nur auf eine Wiese zwischen die Blumen zu legen. Man kann wunderbar alleine durch die Natur schlendern, vielleicht begleitet von angenehmer Musik oder einem schönen Buch. Oder aber man lauscht den Klängen der Umwelt, entspannt ruhend.

Berlin ist voll von grünen Inseln, durchdrungen von Natur und erfüllt von der Sommerluft. Und da bietet sich das traumhafte Wetter, das klare Sonnenlicht und die angenehme Luft geradezu an für ein Fotoshooting.

Im Moment ist eine liebe Freundin in Berlin. Als Model und Schauspielerin bietet die Stadt ihr viele Möglichkeiten und Plattformen. Und so überrascht es nicht, dass sie gleich am ersten Tag nach ihrer Anreise den ersten Fotoshooting-Termin fest geplant hatte. Unglücklicherweise ist ihr kurzfristig ihr Shooting-Partner ausgefallen.

Foto:LiBellaModel und Bearbeitung: Curtis Nike

Foto:
LiBella
Model und Bearbeitung: Curtis Nike

Für mich hingegen ist es Glück gewesen, denn so konnte ich als Model einspringen und mit ihr zusammen ein gemeinsames Shooting im Sommer Berlins machen. Unterbrochen nur von Pausen, um kühlendes Eis zu essen oder das Outfit zu wechseln, stromerten wir durch Kreuzbergs grüne Oasen und die Fotografin LiBella fing die Szenerie gewohnt gekonnt ein.

Heute also ein paar Impressionen aus der grünen Stadt Berlin, die nicht nur im Sommer allerlei Überraschungen zu bieten hat, auch und vor allem abseits touristischer Massenabfertigung. Wer den Mut hat hinter die Fassaden der Stadt zu sehen, die Kulissen zu durchdringen und sich die Zeit zu nehmen genauer hinzuschauen, vermag mitten in der Großstadt erstaunliches zu finden. Da sind Feen, da sind Dryaden, da sind mystische Orte zu finden, die wie kleine Oasen zwischen den Straßenschluchten ruhen und zur Rast einladen. Augen auf in Berlin, die Magie ist überall zu finden!

Foto:LiBellaModel und Bearbeitung: Curtis Nike

Foto:
LiBella
Model und Bearbeitung: Curtis Nike