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Letzte Eindrücke aus Hogwarts

"Zitronensorbet"! Der Aufgang zu Professor Dumbledores Büro.

„Zitronensorbet“! Der Aufgang zu Professor Dumbledores Büro.

Hogwarts ist für seine Schüler und Lehrer nicht nur ein Ort des Lehrens und Lernens. Sowohl die Kinder und Jugendlichen, als auch die Lehrerschaft lebt während der Schulzeiten ganztägig in der Schule. Einige Lehrer, wie beispielsweise die Lehrerin für Wahrsagekunst, Madame Trelawney, wohnen sogar ganzjährig hier. Somit ist Hogwarts nicht nur eine Schule, sondern eine Heimstatt. Dies spiegelt sich auch in den Einrichtungen wieder. Die Schüler leben in behaglich eingerichteten Gemeinschaftsräumen, denen gemütliche Schlafsäle angegliedert sind. Die Lehrer richten sich ihre Klassenräume nach ihren persönlichen Bedürfnissen ein. 

Die Lehrerschaft in Hogwarts setzt sich durchweg aus hoch qualifizierten Zauberern und Hexen zusammen. Alle sind Meister ihres jeweiligen Faches. So unterrichtet Professor McGonagall, trotz ihres hohen Alters, bis heute das Fach ‚Verwandlung‘. 

Berühmt geworden sind die beiden Schulleiter Albus Dumbledore und Severus Snape, die in der Auseinandersetzung mit Lord Voldemort ausschlaggebende Rollen einnahmen. So ist es heute noch möglich das Büro von Professor Dumbledore sowie die Tränkeküche Snapes zu besichtigen. Beide Räumlichkeiten werden noch genutzt, sind aber im Stil noch genauso erhalten, wie ihre Vorgänger es genutzt haben.

"Hier sieht es ja aus wie in Deiner Küche!" - tja, Pietje, warum wohl?

„Hier sieht es ja aus wie in Deiner Küche!“ – tja, Pietje, warum wohl?

Die kühle Luft, durchmischt von den Gerüchen, die aus dem Tränkelabor aufsteigen, weckt in mir positive Assoziationen. Sofort bekomme ich Lust selbst los zu legen, Tränke zu brauen, Salben herzustellen, magisch zu wirken. In meinem Hinterkopf steigt der Gedanke auf, dass nun der Herbst beginnt. Die Zeit zum Kerzen gießen, die Zeit zum brauen, brodeln und backen beginnt. Darauf freue ich mich schon. Doch am liebsten würde ich direkt in diesem perfekt eingerichteten Tränkekeller beginnen…

Ein inspirierender Ort! Ich möchte sofort los legen und zaubern!

Ein inspirierender Ort! Ich möchte sofort los legen und zaubern!

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Pietje vor dem Eingangstor der ‚Kammer des Schreckens‘.

Ich komme ins Schwärmen, das merke ich schon. Doch bevor ich mich hier wieder in die Arbeit stürze, möchte ich noch ein bisschen weiter berichten. Und zwar von den Schattenzeiten, die Hogwarts erlebt hat und welche durchaus Spuren hinterlassen haben. Vermutlich muss ich gar nicht so viel schreiben über die unglaublichen Ereignisse, die in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in Hogwarts geschahen. Man hörte davon, dass die Schule unter anderem einen ausgewachsenen Basilisken in ihren Gängen rum streichen ließ. Zurückzuführen war die Anwesenheit des Untiers auf eine geheime Kammer, die seit der Gründung der Schule in den Tiefen des Gemäuers verborgen lag. Heute ist es möglich die Eingangspforte zu besichtigen. Bis vor Kurzem betraten sehr Mutige auch die ‚Kammer des Schreckens‘. Doch seit neuestem kursieren Gerüchte über den Handel mit Basiliskeneiern, die ihren Ursprung hier haben sollen. Dies führte zu einer neuerlichen Sperrung der Kammer. Und hier kommen wir zu einem äußerst beunruhigenden Thema: Während allerlei unseriöse, pseudomagische Quellen (leider habe ich von ihnen auch einige im Regal…) immer wieder berichten, das Basilisken aus der Verbindung zwischen einem Hahn und einer Schlange entspringen, so geht die neuere Forschung davon aus, dass diese seltene und langlebige Spezies sich möglicherweise durch Parthenogenese fortpflanzt. Eine beunruhigende Vorstellung!

Das wahre Grauen kommt in einem rosafarbenen Gewand

Das wahre Grauen kommt in einem rosafarbenen Gewand. Das Büro von Dolores Umbridge.

Doch zurück zu unserer Besichtigung. Mit Grauen erinnert man sich zurück an die Berufung von Dolores Umbridge als Lehrerin für „Verteidigung gegen die dunklen Künste“ durch das Zaubereiministerium. Sie war sicherlich der Tiefpunkt in der Besetzung des Personals in Hogwarts. Auch die Einsprüche des damaligen Schulleiters und des Lehrerkollegiums bewirkten nichts. Inkompetenz allein wäre schon schlimm genug, doch die bekennende ‚Kinderhasserin‘ zeichnete sich zudem durch Boshaftigkeit und Sadismus aus. Heute sitzt sie wohl verwahrt in Askaban.

Ich könnte Euch an dieser Stelle noch über zweihundert Fotos präsentieren. Nicht einmal ein winziger Bruchteil dessen, was wir gesehen und erlebt haben, wurde hier vorgestellt. Doch vielleicht findet ja die oder der eine Hexe auch einmal den Weg in die britische Zaubererwelt. Für uns ist es nun Zeit zurückzukehren nach London, denn dort erwartet uns ein weiteres Abenteuer – und es sei versichert: Auch dies wird nahezu magische Geschichten und Fotos beinhalten!

"Leb wohl Hogwarts!" - in den Nachtstunden ging es wieder nach Hause.

„Leb wohl Hogwarts!“ – in den Nachtstunden ging es wieder nach Hause.

Mit einem letzten Blick auf Hogwarts hoffe ich, dass ihr mir gewogen bleibt und auch weiter meine Abenteuer in London hier verfolgt.

Besichtigung von Hogwarts

Die Eingangspforte zur großen Halle.

Die Eingangspforte zur großen Halle.

In England ist Hogwarts die größte und bekannteste Schule für Hexerei und Magie. Schüler werden ab dem elften Lebensjahr aufgenommen und zwar ausschließlich durch Berufung per Brief. In Deutschland gibt es vergleichbare Schulungsorte. Die, die ihren Brief bekommen haben, werden es wissen.
Für die magische Erwachsenenweiterbildung gibt es bei uns Institutionen wie beispielsweise die Sternschnuppe Mysterienschule. Dieser Ort steht allen interessierten Hexen und Magiern offen. Auch ihr lehre und lerne hier gelegentlich. In meinem Reiter „Workshops“ sind entsprechende Infos zu finden. Doch dies nur als kleiner Hinweis für die interessierte Leserschaft.

Wir selbst speisten nicht in der Halle, hier seht ihr mich am Slytherin-Speisetisch sitzen.

Wir selbst speisten nicht in der Halle, hier seht ihr mich am an einem der Slytherin-Speisetische sitzen.

Die Zauberer- und Hexenschule Hogwarts bietet Raum für etwa 700 Schüler. Die Schüler sind in vier unterschiedliche, magische Häuser eingeteilt und speisen gemeinsam mit ihren Lehrern in der berühmten „Großen Halle“. Auch sonstige Schulveranstaltungen, wie beispielsweise Abschlussbälle, finden hier statt. Das zauberhafte an dieser Halle ist die verzauberte Decke. Je nach Anlass verwandelt sich diese beispielsweise in einen Sternenhimmel, ein wolkenloses Blau oder einen Regenbogen. Bei unserer Ankunft schwebten Kerzen unter der Decke und spendeten ein sehr angenehmes Licht.

Freundlicherweise demonstrieren uns die Hauselfen den 'Eindeckzauber' kurz.

Freundlicherweise demonstrieren uns die Hauselfen den ‚Eindeckzauber‘ kurz. Zack war der Slytherin-Tisch gedeckt.

 An langen Tafeln sitzen die Schüler zum Speisen in ihre Häuser aufgeteilt in der Halle. Die Tische werden in der Küche, welche unterhalb der Halle liegt, von Hauselfen eingedeckt. Wenn alle zu Tisch sitzen, dann werden die Gedecke und Speisen magisch aufgetragen. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass in Hogwarts unter anderem auch freie Hauselfen arbeiten. Ihr Arbeitslohn beträgt zwei Knut (ca. zehn Penny) im Monat. Das mag uns sehr wenig vorkommen, aber für einen Hauselfen ist es ein kleines Vermögen. Überhaupt machen die Hauselfen vor Ort einen sehr guten Job, sind sehr freundlich und standen uns für Fragen zur Verfügung. Tatsächlich waren sie sogar bereit uns kurz den ‚Eindeckzauber‘ zu präsentieren, was für viel Spaß sorgte.

In Hogwarts ist es üblich, dass die Schüler durch besondere Leistungen, Belobigungen oder freiwilligen Einsatz ‚Punkte‘ für ihr Haus sammeln können. Diese Punkte werden in großen Edelstein-Sanduhren gesammelt. Das Haus, welches am Ende des Jahres die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt den Hauspokal. Zuweilen weiß ich nicht, was ich von einem solchen System zu halten habe. Zumal die Schüler nach individuellen Fähigkeiten auf die Häuser eingeteilt werden. So sind Gryffindor und Slytherin sehr starke Häuser. Ravenclaw könnte dies durch Intelligenz ausgleichen, aber dies wird in diesem Haus als ’selbstverständlich‘ erachtet. Das Haus Hufflepuff, in dem erfahrungsgemäß oft sehr introvertierte und eher schüchterne Schüler sind, wird durch dieses System meines Erachtens ebenfalls benachteiligt. Dies ist auch auf meinem Foto gut zu sehen. Rot ist Gryffindor, das Haus, welches nur so strotzt vor Selbstbewusstsein. Mit Abstand verfolgt wird es von grün, Slytherin. Dann gibt es einen Knick und es folgt abgeschlagen gelb Hufflepuff und blau Ravenclaw. Ich persönlich bin der Meinung, dass das Konkurrenzdenken in der Welt der Magie schon viel zu weit verbreitet ist. Aus diesem Grunde sehe ich persönlich das Punktesystem in Hogwarts sehr kritisch. 

Die Sanduhren der Häuser, gefüllt mit Edelsteinen.

Die Sanduhren der Häuser, gefüllt mit Edelsteinen.

Wie Ihr Euch vorstellen könnt, haben wir allein in der großen Halle Unmengen an Fotos gemacht. Das liegt natürlich auch daran, das der Raum einem so vertraut ist. Zumindest mich hat er viele Jahre lang begleitet und es ist etwas ganz besonderes hier durch zu wandern, sich kurz mit dem sprechenden Hut zu unterhalten – er war gerade vor Ort – und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Es ist einfach wundervoll! Doch natürlich bietet Hogwarts noch sehr viel mehr sehenswertes. Wir haben nicht nur Schlafsäle, Lehrerzimmer und Höfe besichtigen können, sondern hatten auch die Möglichkeit die verzauberten Treppen (die ich persönlich sehr verwirrend finde) zu besichtigen und mit dem einen oder anderen Portrait zu plaudern. Auch den Zugang zur Kammer des Schreckens haben wir inspiziert. Allerdings war für mich ein absolutes Highlight (neben den Kerkern) die äußerst imposante Pendeluhr des Schlosses! Bisher habe ich mich bemüht andere Besucher aus den Bildern, die ich hier präsentiere, raus zu schneiden, um den Eindruck des Ambientes in den Vordergrund zu stellen. Diesmal habe ich mir erlaubt am unteren Foto-Bildrand einige Köpfe von Gästen des Hauses im Bild zu lassen, um zu zeigen wie gewaltig allein das Pendel, welches schwingt, ist.

Die gewaltige Pendeluhr von Hogwarts hat mich schwer beeindruckt.

Die gewaltige Pendeluhr von Hogwarts hat mich schwer beeindruckt.

Ihr merkt, auch heute bin ich noch nicht durch gekommen mit meinem Bericht über die magischen Welten, die wir besucht haben. Es wird noch ein letzter Artikel folgen, in denen ich Euch einige Lehrerzimmer und magische Utensilien zeige, bevor wir uns aus Hogwarts verabschieden und wieder London zuwenden, wo ich mir einen weiteren Wunsch erfüllt habe.

Bleibt mir gewogen!

Die Reise nach Hogwarts

Der steckt nun als Fotomotiv ständig hier.

Der steckt nun als Fotomotiv ständig hier.

Seit den Muggeln bekannt ist, dass es eine Zaubererwelt gibt, ist es für Hexen und Zauberer auf der einen Seite einfacher geworden sich unter ihnen zu bewegen. Auf der anderen Seite haben sich einige Merkwürdigkeiten entwickelt. So hat irgend ein Scherzkeks am Bahnhof King’s Cross seinen Gepäckwagen mitten im Übergang zum Gleis 9 3/4 stecken lassen, nur damit auch jeder Muggel erkennt, wo es lang geht, aber für sie verschlossen ist. Als wir den Wagen vorsorglich entfernen wollten – man muss nun immer beim Passieren des Übergangs um ihn herum manövrieren – wurden wir von einem Muggel-Bahnbeamten gestoppt. Offenkundig ist der stecken gebliebene Gepäckwagen inzwischen ein beliebtes Fotomotiv geworden und dient als Touristenmagnet. Nun denn, lassen wir den Muggeln ihre Freude… Wir hatten glücklicherweise nicht viel Gepäck dabei und manövrierten uns erfolgreich um das neue Fotomotiv herum.

 

Viel Betrieb auf dem Gleis 9 3/4

Viel Betrieb auf dem Gleis 9 3/4

Am Gleis 9 3/4 angekommen herrschte bereits viel Betrieb. Obgleich der Hogwarts-Express ja in erster Linie dazu dient die Schüler zur Schule zu bringen, wird er inzwischen auch von vielen gestandenen Hexen und Zauberern genutzt. Vielen ist das Fliegen mit dem Besen zu unbequem und das Apparieren kommt etwas aus der Mode. Entschleunigen ist das Motto der Zeit. Und wo kann man besser entschleunigen als bei einer gemütlichen Zugfahrt? Verwöhnt vom Service an Bord kann man bei einem Butterbier und Ingwerkeksen die Fahrt genießen, während man gemütlich aus dem Fenster schaut und die Gegend bewundert. Wir hatten uns im hinteren Teil des Zuges ein Abteil gesichert, da man hier auch die Fenster öffnen kann, ohne gleich den Qualm der Dampflok in der Nase zu haben. Mit dem Wetter hatten wir Glück und so wurden unsere Nasen von frischer, englischer Landluft umspielt.

Der Hogwarts Express stand bereits für uns bereit.

Der Hogwarts Express stand bereits für uns bereit.

Früher schien die Fahrt des Hogwarts Express von London nach Hogsmead insgesamt nahezu sieben Stunden zu dauern. Inzwischen wurde hier magisch nachgeholfen. Und so dauert die Reise heute nur noch knappe zwei Stunden und ist wirklich ein Genuss. Man reist durch eine wunderschöne Gegend, voller ansprechender Eindrücke. Fast scheint es so, als wäre die Reise heutzutage fast ein bisschen ‚zu kurz‘. Auf der anderen Seite ist es jedoch so möglich die Schule für Zauberei und Hexerei an einem Tag zu besuchen und zu besichtigen, ohne in Hogsmeade übernachten zu müssen. Um den Schulbetrieb nicht zu stören finden die Besichtigungen nur an ausgewählten Wochenenden statt. 

Pietje wählte ein Abteil für uns aus. Ich fürchte hier waren erst kürzlich Dementoren unterwegs... gut, dass wir reichlich Schokolade dabei hatten!

Pietje wählte ein Abteil für uns aus. Ich fürchte hier waren erst kürzlich Dementoren unterwegs… gut, dass wir reichlich Schokolade dabei hatten!

Wie leicht festzustellen ist, haben wir auf unserer Reise viele Fotos gemacht. Tatsächlich haben wir es aber vergessen Hogsmeade bei Tag abzulichten. Das mag daran liegen, dass wir – nach unserer Ankunft – sehr fokussiert darauf waren zügig zum Schloss zu kommen. Und von eben diesem wunderbaren Ort werde ich Euch als nächstes berichten – stellt Euch auf viele, zauberhafte Fotos ein. Ihr bekommt Orte zu sehen, die viele von Euch vermutlich nur aus dem Kino kennen.

In diesem Sinne: Bleibt verzaubert!

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Ausflug in die Winkelgasse und das englische Zaubereiministerium

Ein Ausflug in die Winkelgasse lohnt sich immer

Ein Ausflug in die Winkelgasse lohnt sich immer

Nachdem meine Schwester und ich uns von der etwas stressigen Anreise nach London bei einem kühlen Bier im ‚Tropfenden Kessel‘ erholt hatten und wir wieder bei Kräften waren, ist vermutlich jedem von Euch klar wohin uns unser Weg als nächstes führte. Selbstverständlich geradewegs in die Winkelgasse. Wir hatten lange Einkaufslisten dabei und obgleich ich die magischen Kaufhäuser und Läden bei uns in Deutschland sehr zu schätzen weiß, so bietet die Winkelgasse doch ein einzigartiges Sammelsurium an Einkaufsmöglichkeiten. Neben magischen Buchhandlungen, exquisiten Apothekenbedarf, Süßigkeitenläden, Zauberstäben und Kleidung für Hexen und Magier gibt es hier auch gleich die magische Bank sowie natürlich den einzigartigen „Weasleys Zauberhafte Zauberscherze“.

Die Apotheken vor Ort sind ausgezeichnet sortiert.

Die Apotheken vor Ort sind ausgezeichnet sortiert.

Unsere Einkäufe gingen gezielt in Richtung Kleidung und Süßigkeiten. Obgleich Bertie Botts Bohnen in allen Geschmacksrichtungen, Schokofrösche und Schleimschnecken inzwischen auch hier zu bekommen sind, so macht es doch viel mehr Spaß all diese Leckereien direkt in der Winkelgasse zu kaufen.

Ob Kotzpastillen, Minimuffs, Kopflos-Hüte, Kanariencreme oder Juxzauberstäbe - bei Weasleys gibt es alles, was das Herz begehrt.

Ob Kotzpastillen, Minimuffs, Kopflos-Hüte, Kanariencreme oder Juxzauberstäbe – bei Weasleys gibt es alles, was das Herz begehrt.

Auch war ein Abstecher zu Olivanders geplant. Nicht das wir nicht alle mit hervorragenden Zauberstäben eingedeckt wären, aber auch ich muss gestehen, dass ich noch nie bei einem Zauberstabmacher war, der über zehntausend (sic!) Zauberstäbe vorrätig hat. Davon mussten wir uns mit eigenen Augen überzeugen. Natürlich haben wir die Zauberstäbe nicht gezählt, aber ich kann Euch versichern: So einen Laden habe ich in meinem Leben zuvor nicht gesehen! Die Zauberstäbe stapeln sich hier tatsächlich vom Fußboden bis unter die Decke. Und dies an allen Wänden. Mich würde es keineswegs wundern, wenn die Zahl zehntausend Stück noch übersteigt!

Zauberstäbe ohne Ende gibt es bei Olivanders.

Zauberstäbe ohne Ende gibt es bei Olivanders.

Ich werde Euch wohl nicht sagen müssen, dass wir hier Gefahr liefen arm zu werden. Und so war ich recht froh, dass für den selben Tag noch ein kurzer Abstecher in das Zaubereiminsterium geplant war. Dies stellte sicher, dass zumindest ich mich nicht in der ortsansässigen Apotheke einquartierte, Pietje nicht bei Weasleys einen Bettelstab erwarb und meine Schwester nicht Argaogs Nachwuchs adoptierte.

Diese etwa drei Meter große Acromantula ist als Haustier insgesamt sehr ungeeignet.

Diese etwa drei Meter große Acromantula ist als Haustier insgesamt sehr ungeeignet.

Telefonzellen erfüllen mancherlei interessante Funktion - Besuchereingang zum Zaubereiministerium.

Telefonzellen erfüllen mancherlei interessante Funktion – Besuchereingang zum Zaubereiministerium.

Das Zaubereiministerium in London ist – anders als unser Bundesamt für magische Wesen – noch immer strikt von der Welt der Muggel getrennt. Obgleich inzwischen die meisten Muggel von der Zaubererwelt Kenntnis haben, so hält man es in Großbritannien doch noch recht konservativ mit der Trennung der Sphären. Und so hatte ich uns im Vorfeld Besucherausweise für das Ministerium besorgt – vor allem um nicht den unangenehmen Haupteingang durch die Klospülung benutzen zu müssen. Ursächlich für den Besuch vor Ort war die Entscheidung der britischen Muggel die EU zu verlassen. In dieser Angelegenheit hatte ich ein kleines Gespräch im Ministerium, da zwangsläufig auch die magische Welt vom Brexit betroffen sein wird. Meine Schwester Synkra und Pietje konnten in der Zwischenzeit ein bisschen durch die Gänge stöbern, während mich die Arbeit rief.

Das Zaubereiministerium war für mich mit Arbeit verbunden.

Das Zaubereiministerium war für mich mit Arbeit verbunden.

Mein kurzer Aufenthalt im Zaubereiministerium war glücklicherweise meine einzige Arbeitszeit, die ich in London hatte. Und so seid versichert: Bald geht es in diesem Blog weiter, denn auf unserem Plan steht noch ein Ausflug nach Hogwarts, eine ausgiebige Zeitreise in das neunzehnte Jahrhundert, ein Besuch bei alten Freunden und zwischendurch das eine oder andere gekühlte Bier.

Meine Schwester besichtige zwischendurch einige Bereiche der Ministeriumsabteilung.

Meine Schwester besichtige sogar einige Bereiche der Mysteriumsabteilung.

Bleibt mir gewogen, es gibt noch viel zu lesen und zu sehen!

Das Denkarium

Das Denkarium im Einsatz. Danke für das Foto an Victoria Hegner

Das Denkarium im Einsatz. Danke für das Foto an Victoria Hegner, Fotobearbeitung: Curtis Nike

Freunde von ‚Harry Potter‘ wissen natürlich – spätestens nach Lesen des Romans ‚Harry Potter und der Feuerkelch‘ – genau was ein Denkarium ist. Hierbei handelt es sich um einen magischen Gegenstand in Form einer großen, silbernen Schale. Dieser Gegenstand befindet sich in Besitz von Albus Dumbledore und hat eine sehr nützliche Wirkung: Zerbricht man sich den Kopf über ein bestimmtes Problem oder eine Erinnerung, plagen einem schwere Gedanken oder fehlt einem zuweilen der gesunde Abstand zur eigenen Geschichte, so kann man seine Gedanken im Denkarium ablegen und ist für einen Moment ‚frei von ihnen‘. Was für eine schöne Vorstellung! Stress, Unruhe oder Ängste einfach mal ‚ablegen‘ und somit los sein! Das wäre doch toll, oder? Nun, ich habe eine gute Nachricht für Euch: Das geht tatsächlich! Und das Beste: Dafür braucht es kein teures Denkarium! Ein feuerfester Kessel reicht aus, um sich von unangenehmen Gedanken zu befreien.

Folgendes Ritual ist lediglich ein Vorschlag. Entwickelt es nach Euren eigenen Bedürfnissen und formt den Text so, dass er auf Eure Situation passt. Ich weise darauf hin, dass man sicherheitshalber während des Rituals einen Feuerlöscher, Löschsand oder einen Eimer Wasser parat haben sollte! Unabhängig davon, ob man daheim oder im Freien arbeitet. Und: Ja, ich selbst habe immer einen Handfeuerlöscher sowie eine Brandschutzunterlage im Einsatz, wenn ich mit der Feuerschale, die heute als Denkarium dient, arbeite.

Die optimale Zeit für diesen kleinen Zauber ist der abnehmende Mond.

Nehmt Euch ausreichend Zeit für Euch selbst. Am besten Ihr stellt das Telefon, Klingel und Mobiltelefon aus. Wenn es für Euch angenehm ist, so könnt Ihr eine CD mit entspannender Musik einlegen. Es geht darum die Gedanken zu sammeln und zu klären. Dabei stehen folgende Fragen im Raum:

  • Was treibt mich um?
  • Was belastet Körper, Geist und Seele?
  • Was plagt mich?
  • Was hindert mich daran, das Leben zu genießen?
  • Was raubt mir Kraft?

Formuliert Euer Problem, Eure schweren Gedanken, das was Euch umtreibt auf einem Zettel. Macht Euch dabei das Grundproblem so bewusst wie möglich, seht ihm noch einmal voll ins Gesicht. Macht dies unbedingt in Eurer ureigenen Zeit! Bei manchen geht es sehr schnell, aber zuweilen kann die Arbeit an Euch selbst hier eine kleine Kettenreaktion auslösen. Wenn Ihr das Gefühl habt für diesen Teil des Rituals auch mal ein oder zwei Tage zu benötigen, dann nehmt sie Euch! Je klarer Ihr mit Eurer Problematik umgeht, umso effektiver ist die anschließende Übergabe an die Flammen.

Wenn Ihr Eure Formulierungen abgeschlossen habt, dann aktiviert Euer persönliches Denkarium, beispielsweise Euren Feuerkessel. Ich persönlich benutze eine klassische Feuerschale mit kaltem Feuer und etwas Brennspiritus (damit der Zettel auch verbrannt wird).

Nun gebt Euren Zettel in die Flammen. Dabei könnt Ihr einen Zauber sprechen, den Ihr für das Problem selbst entwickelt habt. Ich habe Erinnerungen an Worte und Taten, die jemand gegen mich gerichtet hat, in die Flammen gegeben. Wunderbar befreiend! Es ist wie eine innere Reinigung.

Bedenkenswert ist natürlich: Das, was ihr hier in die Flammen gebt, das seid Ihr wirklich los!

Wie schön, dass es Magie gibt!

Möge der Zauber wirken! Foto: Victoria Hegner, Bildbearbeitung: Curtis Nike

Möge der Zauber wirken!
Foto: Victoria Hegner, Bildbearbeitung: Curtis Nike

Gegen mich gerichtete böse Gedanken,

ungute Taten, schadendes Zanken,

alles was Schmerzen und Kummer anrichtet

und nagend mein Strahlen, meine Kraft vernichtet,

all dies gebe ich in die klärenden Flammen hinein,

und damit schwindet alles Schlechte, wird rein.

Ich bin stark, ich bin schön, ich bin voller Energie,

mein Stern erstrahlt so kraftvoll wie nie!

Transformiert wird alles, was ich nicht brauch,

steigt auf mit des Feuers sanftem Rauch.

Von nun an ist das Herz mir leicht,

weil alles Schlechte von mir weicht.

So sei es!