Blog-Archive

Chili bringt uns zum schwitzen

19.04.2018

Wie ihr schon gemerkt habt schreibe ich in meinem Blog sehr wenig über meinen Hauptberuf als Kartenlegerin und psychologische Beraterin. Das liegt vorderhand daran, dass ich in meinem Beruf sehr viel über Menschen erfahre, zum Teil sehr intimes und persönliches, und das ich mir eine Schweigepflicht auferlege. In Berührung komme ich als Kartenlegerin nicht nur mit Liebeskummer, Liebesangelegenheiten, Fragen zu Beruf und Entwicklung, sondern auch mit Krankheit, Sterben und Tod. Trauerberatung ist ebenfalls ein Aspekt meiner Arbeit. 

Kater Chili, Foto: Moni
Vielen Dank für das Foto!

Ich freue mich, dass ich heute einmal – mit Einwilligung aller Beteiligten – eine Ausnahme von der Regel machen darf und Euch von einem Fall, den ich am Montag hatte, berichten darf. Eine geschätzte Klientin von mir hatte einer Freundin in Not empfohlen sich mit mir in Verbindung zu setzen: Der hübsche Kater Chili war bereits seit einer Woche verschwunden, er war nicht von seinem täglichen Rundgang nach Hause gekommen. Und Chilis menschliche Freundin war natürlich in heller Aufregung, denn das Schicksal des Katers war völlig ungewiss.
Beratungen in Sachen Tiere sind für mich nichts neues. Vor allem Beratungen zu Katzen und Pferden, aber gelegentlich auch zu Hunden, sind gefragt. Nicht selten werden Kartenlegungen auf Tiere gewünscht und können erfahrungsgemäß auch Aufschlüsse über die Bedürfnisse und Empfindungen unserer vierbeinigen Freunde geben. Vermisste Tiere allerdings bringen mich oftmals ins Schwitzen, weil dies ein sehr sensibles Thema ist. Zu Katzen habe ich persönlich eine ganz besondere Beziehung und vermisste Katzen sind ein Thema, das ich in meiner Vergangenheit selbst leider schon zu oft hatte. Und doch: Nun brauchten Kater Chili und seine Hausherrin meine Hilfe, egal ob es mich selbst ins Schwitzen brachte. Ein Foto des Katers lag vor und so konnte die Beratung beginnen.

Wenn ich Karten lege, so ist das Legen der Karten für mich in erster Linie ein Prozess, der mich in einen entspannten Zustand versetzt und die Sphären durchlässiger macht. Viele Informationen bekomme ich durch die Karten selbst, aber wirklich spannend ist das, was ich darüber hinaus empfange. Im Falle von Kater Chili war dies sehr präzise und – wie sich später herausstellte – klar: Der Kater selbst reagierte auf die Kontaktaufnahme und ich nahm den Geruch von Benzin wahr (nur ganz flüchtig, aber eindeutig, ein kurzes Stechen in der Nase), dann Dunkelheit und kein bemerkenswerter Laut drang an mein Ohr. Dies fiel mir erst später auf: Keine Motorgeräusche, keine Stimmen oder ähnliches. Im Nachhinein sollte sich herausstellen, dass dies eine genaue Angabe in Katzensprache war. Leider sind wir Menschen ohne Adresse und Hausnummer meist aufgeschmissen. Gedanken an Garagen, eine Tankstelle, einen Kofferraum eines Autos stiegen auf – oder das Schlimmste? Überfahren (und dann Dunkelheit)? Chili fühlte sich für mich wach, aber irgendwie auch abständig an. Etwas stimmte nicht! Die Karten unterstrichen dies: „Ich bin nicht freiwillig weg, wenn ich könnte, dann käme ich sofort nach Hause!“ und: „Ich bin mit meinem Fühlen bei meinem Zuhause.“ Das sind Nachrichten, die können trösten, aber sie sind nicht hilfreich für das weitere Vorgehen, also stellten wir die Frage: „Was kann Chilis Menschenfrau tun, um ihn zurück zu holen?“ Auch hier war die Antwort eindeutig: „Ruhe bewahren, es wurde alles getan, was getan werden muss.“ Mehr konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Wie sich heraus stellte musste ich das auch nicht… noch am selben Abend zeigten die Aktionen von Chilis menschlicher Freundin nämlich ihre Wirkung. Chili konnte nach Hause zurück kehren.

Was genau dazu führte, dass Kater Chili fünf Kilometer von zu Hause weg gefunden wurde wird man nie genau erfahren. Gefunden wurde er – erschöpft  und voller Zecken – nicht in einer Garage oder an einer Tankstelle, sondern in einem Carport, unter einer Plane (sic!). Er war zu schwach, um nach Hause zu laufen. Aber durch die Aktionen seiner Menschenfrau, die – unter  anderem – Flyer aufgehängt hatte und Anzeigen geschaltet hatte – konnte Chili nach Hause gebracht werden. Ein Happy End, über das auch ich mich sehr freue. 

Alles Gute für Kater Chili, der sich jetzt erst einmal in Ruhe erholen kann. Und hier noch der eindringliche Rat von Madame Curtis: In Zukunft nicht weiter laufen als die Tatzen tragen!

Advertisements

Odins Rat

Von Loki geboren, von Odin geritten: Sleipnir. Die Postkarte Sleipnir‘ ist für 1,70 €/Stück bei mir erhältlich. Weitere Motive werde ich demnächst vorstellen.

22.10.2017

Eine kleine Lampe brennt, taucht den Raum in dezentes Licht. Draussen ist es bereits dunkel geworden. Die Tage werden jetzt sehr schnell und spürbar kürzer. Die erste Kürbiscremesuppe wurde heute serviert und läutet damit unweigerlich das Ende dieses Sommers ein. Sie war köstlich und erdend. Beim Essen haben wir viel geredet, zugehört, uns ausgetauscht, Hexenfrauen unter sich. Es ist eine kleine, private Runde, Katzen streifen um unsere Beine, suchen sich einen gemütlichen Platz. Wir sind entspannt, trinken Tee, lachen. Und dann wird uns mitgeteilt, dass Odin bereit ist sich zu uns zu gesellen, sich unseren Fragen zu stellen. 

Es geht ganz schnell: Der heilige Raum ist schon da, Kerzen werden entzündet, Schatten schweben durch die Luft. Vier Frauen sitzen im Halbkreis. Die Katzen ruhen nebenan, die Luft wabert. Magie wirkt. Die Schleier werden dünn. Die Übergänge öffnen sich. Ein Lachen. Mit dem Methorn stimmt etwas nicht. Eine springt rasch auf, füllt es mit süßem Wein. Wieder ein Lachen. Odin ist da! Direkt vor uns sitzt er, die Krempe seines Hutes taucht Teile seines Gesichtes in Schatten. Sein linkes Auge ist unter einer Augenklappe verborgen, er sitzt locker und entspannt, lacht. Er mag es unter Hexen zu sein. Er ist gut drauf. Und wir – wir stellen unsere Fragen. Ich stelle meine Fragen. Und er antwortet uns, klar und deutlich. Er gibt uns Hilfestellung, er gibt uns Wegweiser, er gibt uns Runen.

„Was willst Du das ich tue?“ so lautet – stark vereinfacht – eine meiner Fragen. Und seine Antwort verblüfft mich. Alles ist mit einem Male so klar, so verständlich. Eigentlich hätte ich doch auch selbst darauf kommen können… doch geht er über die Frage hinaus. Da kommt noch etwas. Ich ahne was es sein kann. Ich lausche. Er rät mir. Ich weiß was zu tun ist. 

Hier schließt sich der Kreis zu meinem ersten Beitrag über die Ereignisse der letzten Tage, in denen Diana Paxon hier bei mit in Berlin zu Besuch war. Vieles wurde in Bewegung gebracht, vieles angeregt, vieles will nun gewirkt werden. Es war eine wundervolle, intensive Zeit voller Magie, Lachen, Freude und Herausforderungen. Und ich merke immer wieder wie gut es mir tut mir Gleichgesinnten zu arbeiten, in einem Umfeld, in dem ich mich nicht erklären muß. Dann können wir uns entfalten und über uns hinaus wachsen! Und wenn die Dinge laufen, wie sie sollen, dann wird es nicht der letzte Besuch von Diana in Berlin sein. Hier bei mir im Blog werdet ihr auf dem Laufenden bleiben 😉

Danke an alle Beteiligten für eine tolle Zeit!

Skól!
Curtis Nike – Diana Paxon – Patricia Asunja

Ein tierischer Held

22.03.2017

*Buh* Ich bin ganz gefährlich!

Endlich Feierabend. Ich habe es mir gerade in meinem Sessel gemütlich gemacht. Der Job war getan, mit dem Kater hatte ich ausgiebig geknuffelt und nun hieß es ‚Beine hoch legen‘. Was für ein schönes Gefühl!

Zum Frühlingsbeginn ist der Hexenkater Iggy auch gerne auf dem Balkon und genießt die länger werdenden Tage. Und so saß ich mit dem Laptop und spielte ein bisschen, bis plötzlich…

Iggy, der inzwischen rein gekommen war, setzt sich auf, lauscht, geht in den Flur. Einige Male tiegert er hin und her, lauscht, dann läuft er zu meiner Wohnungstür und beginnt zu schreien, gleichzeitig kratzt er heftig an der Tür. Ich merke sofort: Es stimmt etwas nicht, etwas ist nicht in Ordnung!

Iggy und ich wohnen im zweiten Stock eines 10-Parteien-Hauses. Nebenan ist die Wohnung meiner Familie, im vierten Stock wohnt unsere Hexenfreundin Brighid Kildare. Manchmal stöbert Iggy neugierig durch den Flur und stattet Freunden und Familie einen Besuch ab. Das ist normal. Doch was ich jetzt erlebte war nicht normal. Mein Mitbewohner war völlig ausser sich. Er gab mir klar zu verstehen: „Ich warne Dich, es stimmt etwas nicht.“ Sofort war ich alarmiert, denn es hat bei uns im Haus bereits mehrere Einbrüche gegeben. Also höre ich auf meinen Katerfreund und öffne ihm die Wohnungstür. Wie ein geölter Blitz stürmt er die Treppe rauf. Auch das ist völlig ungewöhnlich, da er sonst langsam die Stufen hoch trottet, an jeder Tür stehen bleibt und schnuppert. Diesmal dreht er sich nur einmal um, um zu schauen ob ich ihm auch folge, dann setzt er sich vor Brighid Kildares Wohnungstür. Und völlig verblüfft sehe ich sofort, worauf er mich hinweisen möchte… ich klingel, klopfe an, trete ein und die überraschte Brighid kommt aus dem Wohnzimmer.

„Hier, mit einem schönen Gruß von Iggy“, ich reiche ihr ihren Schlüsselbund, den sie aussen an der Wohnungstür stecken gelassen hatte. Sie hatte ihn völlig vergessen, nachdem sie nach einem harten Arbeitstag voll beladen mit Einkäufen nach Hause gekommen war. Wie gut, dass Iggy aufpasst! Sein feines Gehör nimmt alles wahr!

Hexenkater Iggy genießt die Abende gemütlich auf dem Sofa.

Woher Iggy wusste, dass ein stecken gelassener Schlüssel Grund zum Alarm ist? Nun, es war mir selbst schon passiert, nur in umgekehrter Form. Ich hatte meinen Schlüssel innen stecken lassen und mir war die Tür zu gefallen. Ein teures Erlebnis, das dazu führte, dass der fremde Mann vom Schlüsseldienst die Türe etwas brachial öffnen mußte.

Es gibt Momente da kann sogar mein Hexenkater mich noch überraschen. Ich bin stolz auf meinen Wachkater, der aufpasst, dass alles in Ordnung ist!

Eine Runenreise voller Inspiration

Glühpunsch, Kerzen und "Daas Lied der Eibe"

Glühpunsch, Kerzen und „Das Lied der Eibe“

Gerade jetzt, in der dunklen Jahreszeit, kommt bei mir wieder die Lust mich einzumummeln und zu lesen. Am besten gemütlich daheim, auf dem Sofa oder im Sessel, mit einem guten Glühpunsch. Und dazu dann auch noch etwas gute Musik im Hintergrund. Wenn ich es mir derart gemütlich mache, dann neige ich in der Regel dazu kurzweilige Bücher zu lesen. Am liebsten lese ich Kurzgeschichten, Krimis, Science Fiction und mythologische Märchengeschichten. Wenn ich besonders träge bin, dann lasse ich mir diese Geschichten auch gerne als Hörbuch oder Hörspiel vortragen.

Hexenkater Iggy genießt die Herbstabende gemütlich auf dem Sofa.

Hexenkater Iggy genießt die Herbstabende gemütlich auf dem Sofa.

Ich sitze in meinem Lieblingssessel. Kerzen brennen, die Leselampe ist entzündet und die Beine habe ich hoch gelegt, schön eingewickelt in meine Lieblingsdecke. Draußen ist es kalt. Der Kater liegt auf seinem Decken- und Kissenthron auf dem Sofa. Und ich lese. Und lese… und lese… und lese… nein, ich lese nicht nur, ich bin inzwischen unterwegs. Unterwegs auf einer inspirierenden, motivierenden und wirklich erfreulichen Runenreise!
Ja, ich lese ein Runenbuch. Eines, das aus der Unmenge an esoterischer und zuweilen auch wunderlicher Literatur zu diesem Thema weit herausragt. Und ich muss an dieser Stelle zugeben, dass in meiner Privatbibliothek wirklich zahlreiche Publikationen zum weitreichenden Gebiet der Runen habe: Esoterisches, historisches, echt erschreckend dumpfes, aber auch schönes und ansprechendes. Dennoch lese ich zur Zeit in einem Buch, das ich Euch aus verschiedenen Gründen ans Herz legen möchte, da es sich erfrischend und unterhaltsam von allem absetzt, was ich sonst so an Literatur zum Thema studiert habe.

Das Buch, welches ich lese, ist „Das Lied der Eibe“ von Duke Meyer. Und schon der Titel zeigt die Richtung an, in die es hier geht: Musik, Poesie, Mythologie und das Wispern des Laubs. Offen gestanden: Ich habe noch nie ein Runenbuch gelesen, dass mich in meinem Herzen so berührt und bewegt hat! Duke schafft es durch seinen schönen, flüssigen und sehr menschennahen Schreibstil den Bogen zu schlagen zwischen persönlichen Erfahrungen und Impressionen und tiefen Einblicken in die Welt der Runen. Er präsentiert ein Buch, welches Neulingen in der Runenkunde ein fundiertes und nachvollziehbares Wissen an die Hand gibt. Alten Hasen zeigt er auf, was doch so oft immer wieder vergessen wird: Die Runen zu studieren ist eine Lebensaufgabe! Sie werden es – so man neugierigen Herzens bleibt – immer wieder vermögen einen zu überraschen und neue Aspekte zu offenbaren. Und genau so werden sie auch vorgestellt, jene Ritzzeichen, die heutzutage in der Magie so populär sind: Als Freunde. Oder eben als Fremde, die Freunde werden können, wenn man sie näher kennen lernt. So ist „Das Lied der Eibe“ eine Reise zu den Runen des älteren Futharks. Und diese Reise ist abenteuerlich, überraschend, traumhaft schön oder auch einmal rasant. Vor allem aber ist sie eins: Extrem inspirierend!

Duke Meyers Runenbuch ist eine Aufforderung. Es ist eine Aufforderung sich einzulassen, sich sinken zu lassen und sich den Runen zu öffnen. Ich fasse es als eine Einladung auf eine Reise anzutreten (oder fortzusetzen) deren Ziel sich jeden Tag von Neuem verändern kann. Insofern ist „Das Lied der Eibe“ auch ein klarer Aufruf dazu sich ein eigenes Bild zu machen, eigene Erfahrungen mit den Runen zuzulassen und selbst zu erleben, welche transformierende Energie sie eröffnen können. Dabei schafft der Autor es die germanische Mythologie und unser heutiges Leben im „Hier und Jetzt“ auf lockere und nachvollziehbare Weise miteinander in Beziehung zu setzen.

Wenn Du ein Buch suchst, dass Dir Anleitungen gibt wie in Deinem Leben „alles gut wird“, ohne Dein Zutun; wie Du esoterisch „erleuchtet“ wirst und wie die Runen ganz einfach alles für Dich richten, ohne, dass etwas verändert werden müsste, dann lass die Finger von diesem Buch!

Bist Du aber bereit und neugierig genug, um eigenverantwortlich durch Dein Leben zu gehen; bist Du offen Dich selbst einzulassen und bist Du bereit Dich selbst immer wieder zu hinterfragen und auch zu transformieren, dann wirst Du mit „Das Lied der Eibe“ einen literarischen Begleiter finden, der Dir immer wieder neue Impulse geben kann. Auch wenn ich selbst das Buch erst im ersten Durchgang lese, so weiß ich jetzt schon: Ich habe einen neuen, literarischen Freund gefunden, der mich lange begleiten – und sicher auch des öfteren überraschen – wird.

Duke Meyers „Das Lied der Eibe“ ist in der Edition Roter Drache erschienen und die knapp 400 kosten 18,00 €. Mit der ISBN 978-3-9946425-05-2 könnt Ihr das Buch in der Buchhandlung Eures Vertrauens bestellen, oder ihr ordert direkt beim Verlag.

Mein Tipp: Bestellt das Buch jetzt und gönnt Euch doch in diesem Jahr mal einen Runenadventskalender: Jeden Tag könnt ihr in dem Buch stöbern und Euch mit einer der 24 Runen auseinander setzen, bis Mitras Geburtstag hat. Ich garantiere Euch neben einer angenehmen und entspannende Lesezeit eine Menge Inspiration!

Das Runen-Futhark, in der Mitte die Maske des Runensteins von Aarhus, welche Freundschaft symbolisiert.

Das Runen-Futhark, in der Mitte die Maske des Runensteins von Aarhus, welche Freundschaft symbolisiert.

Hexenfreunde

Zahlreiche Hexen leben mit tierischen Begleitern zusammen. Umgangssprachlich werden sie oft als ‚Familiaris‘ bezeichnet. Dabei ist die ursprüngliche Bezeichnung ‚Spiritus Familiaris‘ eher auf Geister bzw.  konkret auf Hausgeister zu beziehen. Das gerade schwarze Katzen, die mit Hexen zusammenleben, als Familiaris bezeichnet werden hat den Ursprung in der Vorstellung, dass Tiere, die Hexen begleiten, in Wirklichkeit Geister sind, welche sich in tierischer Form materialisieren.

Doch wie möchte man sie bezeichnen, die tierischen Mitbewohner der Hexen? Und: Warum haben Hexen eine solche Neigung zu einem Zusammenleben mit Tieren? Letzteres ist sicherlich eine absurde Frage, man mag sie zurück geben: Warum halten sich Menschen Hunde? Weshalb hat man ein Aquarium zu Hause? Und dennoch: Hexentieren haftet etwas mystisches an. Warum das so ist, mag an der simplen Tatsache liegen, dass viele Hexen ihre Wohngenossen zum einen nicht als ‚Besitz‘ („Ich habe einen Hund“), sondern als Gefährten („Ich lebe mit einem Kater zusammen“) betrachten. Zum anderen mag es daran liegen, das die tierischen Begleiter von den Hexen zudem als ‚Freunde‘, ‚Kraftbringer‘ oder ‚magische Begleiter‘ bezeichnet werden. Zudem sind die Hexenbegleiter immer ‚etwas anders‘ als ihre tierischen Artgenossen – eben wie die Hexe selbst, die sich oftmals von der Menschenwelt abgrenzt. Auch ich habe einen solchen Begleiter. Ich nenne ihn meinen Hexenfreund und ich habe ihn Euch hier vorgestellt.

Hi, wer seid Ihr denn?

Hi, wer seid Ihr denn? Begrüßung der beiden Kunis durch Iggy Spock.

Seit gestern habe ich zudem zwei ungewöhnliche Hexenfreunde bei mir in Beherbergung. Auch bei Hexen geschehen zuweilen unvorhersehbare Ereignisse und als gestern der Anruf von einer befreundeten Hexe kam, da musste alles ganz schnell gehen. Sie muss in einer plötzlichen, dringenden Familienangelegenheit sofort verreisen. Doch ihre tierischen Hexenfreunde kann sie unmöglich mit nehmen. Und die beiden sind… nun ja… sehr speziell. Sie gehören zu der Art von Hexentieren, die man nicht jedem ‚aufs Auge‘ drücken kann. Ihr wisst schon: So wie Kröten oder Vogelspinnen 🙂 Also: ab auf den Hexenbesen und die beiden schnell abgeholt, damit sie es sich – samt Terrarium – bei mir gemütlich machen können, während ihre Haushexe sich um wichtige Angelegenheiten fern der Heimat kümmern kann. 

Kunibert und Kunigunde – wer wer von beiden ist, ist bei diesen Hermaphroditen egal – sind nun also meine Gäste. Und sie sind wahrlich ungewöhnliche Tiere. Jeweils Handteller-groß sind sie noch nicht ausgewachsen, denn  Achatschnecken können bis zu 30 cm groß werden und ein Gehäuse von bis zu 20 cm entwickeln. Sie scheinen relativ pflegeleicht zu sein, benötigen aber Beobachtung, denn sie sind sehr vermehrungsfreudig. Freunde der Autorin Patricia Highsmith wissen dies spätestens seit der Lektüre ihres ‚Schneckenforschers‘. Und so heißt es immer die Augen offen halten nach Schneckeneiern, die bei den Achatschnecken durchaus die Größe eines Tic Tacs haben können. 

Ich bin Kuni - mal Gunde, mal Bert - meist beides :)

Ich bin Kuni – mal Gunde, mal Bert – meist beides 🙂

Hexentiere, Hexenfreunde, Begleiter – was bedeuten sie? Was sagt ein Hexentier über die Hexe aus, die es begleitet? Wofür steht der schwarze Kater? Was symbolisiert er? Wo gibt er Kraft? Ich weiß es, weißt Du es auch?

Und wofür steht die Schnecke? Welche Qualitäten hat sie? Welche Kraft gibt sie? Wie kann sie Magie bereichern? Nun, ich habe nun einige Tage (vielleicht sogar Wochen) Zeit es herauszufinden! 

Herzlich willkommen Kunibert und Kunigunde!