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Ausklang eines Hexentreffens

20.05.2018

Nun habe ich Euch die ganze Woche lang jeden Tag mit ein paar Impressionen von unserem Löwenzahntreffen berichtet. Heute vor einer Woche endete das Treffen und obgleich ich Euch noch sehr viel schreiben könnte – über Lokibriefe, über unsere Tombola, über spannende und bewegende Diskussionsrunden, über Harzduft in der Luft und Feuerkessel, über Hexensalze, über das wirklich gute, ausgewogene Essen und das gastliche Haus, über all die zauberhaften Hexen, über Kaffee, der mir ans Bett gebracht wurde und nächtliche Gelage, so möchte ich doch langsam zum Ende kommen.

Wir hatten ganz schön Spaß! Hier: Loki-Curtis oder Curtis-Loki mit Shira.

Wenn Du meinst ich hätte nicht genug geschrieben, wenn Du meinst das alles wäre auch was für Dich und Du möchtest selbst einmal mit Freya tanzen, Schabernack mit Loki treiben, in tiefste Seelenregionen vordringen, raus aus der Muggelwelt in eine Welt der Magie eindringen, so solltest Du hier auf dem Laufenden bleiben. Hexentreffen gibt es mehrere im Jahr, wenn auch das Löwenzahntreffen selbst nur alle paar Jahre statt findet. Aber auch Workshops, Witchcamps oder ‚Die lange Nacht der Religionen‚ bieten Raum und Zeit zum Treffen, Sprechen, Zaubern und Erleben. Und wen das Beschriebene zwar neugierig macht, aber wer zugleich das Gefühl hat, dies könnte alles etwas zu viel sein, mag doch einfach mal bei den örtlichen Reclaiming Gemeinschaften rein schnuppern. Einige bieten Stammtische oder auch Treffen zu Jahreskreisfesten an. Da kann man uns auch erst einmal stundenweise ausprobieren.
Innerhalb Berlins gibt es mehrere aktive Gruppen. Mich selbst findest Du bei den Zaunköniginnen.

Bedanken möchte ich mich bei den Organisatorinnen des Löwenzahtreffens und alle Hexen und Hexenkinder, die mich dabei waren und sich eingebracht haben. Auch an das Naturfreundehaus und die Mitarbeiter vor Ort, die sehr nett, aufgeschlossen und humorvoll waren, soll mein Dank gehen. Des weiteren an den Löwenzahn, die Bienen, Freya, Loki, Thor und alle anderen, deren Energien uns beschenkt haben. Ein besonderer Dank geht an die Zwerge und Wichtel vor Ort, die uns erduldet haben 🙂 .

Loki freut sich riesig!

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Freya heizt ein

19.05.2018

Wenn ich auf ein Hexentreffen gehe, dann tauche ich ein in die Energien meiner Schwestern und Brüder und bin oftmals wie euphorisiert. Das führt dazu, dass ich oft sehr von den Energien zehre, die ich hier bekomme und vieles mit in den Alltag nehme. Meine Berichte hier im Blog sind da nur ein kleiner Eindruck des Erlebten. Besonders erfüllend und wertvoll sind für mich die zahlreichen persönlichen Gespräche mit den Hexen, die ich sonst nicht so oft sehe. Zugleich verbinden die Gruppenerlebnisse und Rituale und stärken das Miteinander. Ein besonders schönes gemeinschaftliches Erleben ist das Mitmachkonzert von Peti Songcatcher and Friends.

Peti Songcatcher mit Fan-Loki… oder Loki-Fan? So genau weiß man das nicht.

Am Samstagabend, unserem letzten gemeinsamen Abend im Naturfreundehaus, war ein Konzert von Peti angesetzt, begleitet wurde sie von Duke Meyer.

Duke Meyer und Peti Songcatcher in Concert, zu ihren Füßen eine Fanhorde

Diese Konzerte sind etwas ganz besonderes. Egal ob Peti Songcatcher and Friends vor 6 Leuten, vor 60 oder vor 600 spielen – alles schon vor gekommen – sie legen sich stets so ins Zeug, als würden sie live auf der ausverkauften Waldbühne in Berlin spielen. Auf dieses mögliche, zukünftige Ereignis freue ich – als treues Groupie – mich schon ganz besonders. Aber heute möchte ich berichten vom Konzert im Naturfreundehaus im Harz.

Musik gehört ja, wie ich in vergangenen Artikeln hier in meinem Blog bereits dargelegt habe, meines Erachtens zu den Grundformen magischer Techniken. Weshalb das so ist beweist Peti Songcatcher in ihren Konzerten jedes Mal von Neuem. Nicht umsonst ist sie auch und vor allem Ritualmusikerin. Mit ihrer Musik und vor allem durch ihre Live Performance vermag sie nicht nur das Publikum zu bezaubern, sondern sie verzaubert die Anwesenden regelrecht. Dies bewerkstelligt sie nicht nur durch ihre persönliche Ausstrahlung und Sangeskunst, sondern auch damit, dass sie das Publikum in das Konzert integriert. Stets bringt sie Lieder mit, die sie dem Publikum gerne weiter reicht und singend beibringt. Auch singt sie, bei überschaubaren Gästemengen, Lieder für jeden einzelnen anwesenden Menschen. Die Stücke sind mal sanft, tragend und die Seele so tief bewegend, dass manche weinen, mal sind sie beschwingt und fröhlich. Aber irgendwann – und dies bei jedem Konzert – donnert die Trommel und die Herzen der Anwesenden beginnen im Takt zu schlagen. Viele aus dem Publikum springen auf, Stühle werden zur Seite geschoben oder kippen gar um. Schlagartig wird es heiß im Raum, denn mit einem Male erfüllt IHRE Energie die Räumlichkeiten und fließt schlagartig durch die Menschen. Freya! Es ist Freya, deren Präsenz spürbar ist, es ist ihr Lied, ihre Anrufung die den Saal erfüllt. Und fast alle stehen nun, stampfen mit den Füßen, singen und tanzen. Diejenigen, die nicht aufstehen (oder nicht aufstehen können) klatschen in die Hände oder wippen hin und her. Niemand kann sich ihr entziehen, der schönen, mächtigen, wilden nordischen Göttin der Liebe, der Zauberei und der reinen Lebenslust. Der Rhythmus packt alle im Raum und fast ist es, als würde aus dem Konzert mit einem Mal Ritual. Freyas Macht ist nicht sanft, sie ist nicht weich, sie ist bedingungslos, lebensbejaend und tosend. Sie trifft – mitten ins Herz!

Auch das macht gute Ritualmusiker aus: Sie schaffen es nicht nur Freya zu rufen, in die Menge zu ziehen und die Gruppe in einen ekstatischen Rausch zu bringen, sondern sie holen auch alle wieder zurück ins Hier und Jetzt, lassen die Gemüter zur Ruhe kommen und entlassen die zuhörenden Wesen mit einem Gefühl des glücklichen Beschenkt seins. ❤

Ein Konzert von Peti Songcatcher and friends ist immer ein Erlebnis!

Der Mann, der keine Geschlechter kennt

17.05.2018

Vorbemerkung: Die folgende Geschichte hat sich so und zwar GENAU SO abgespielt. Ich war zwar persönlich nicht mit dabei, aber Loki war dabei. Und er hat sie mit meinen Fingern geschrieben und mir bestätigt, dass es so war und nicht anders! Ganz sicher! Ungelogen!

Dieses verlängerte Wochenende sollte ein ganz besonderes für Familie E. aus der Stadt werden. Vater E. hatte sich extra einen Brückentag von seiner harten Arbeit als Manager eines großen Unternehmens genommen. ‚Christi Himmelfahrt‘ machte es möglich. Mutter E. hatte ihn dazu überredet. Die gemeinsame Tochter wünschte sich ein Wochenende in der Natur mit ihren Eltern. Eine Wanderung sollte es werden, sie sollte durch den schönen Harz führen und man wollte es schlicht halten. Übernachtet werden sollte in Jugendherbergen. Ausnahmsweise. Der Tochter zu Liebe. Gemeinsam als Familie wollte man abtauchen in die Natur. Mal ganz entspannt wandern, spazieren, schlicht übernachten und sich der Natur öffnen. Frau E. hatte sich dafür extra neue Schuhe gekauft. Herr E. hatte sich komplett neu eingekleidet für dieses echte Outdoor-Abenteuer. Am Tag vor dem großen Ereignis gönnte er sich noch eine schöne Vatertagstour um Kraft für die familiäre Pflichtveranstaltung zu tanken. Und so wanderte die kleine Familie am Freitag motiviert los…

Merkwürdige, verstörende Zeichen zierten die Toilettentüren.

An jenem Freitag, es war kein dreizehnter, sondern ein elfter, war das Wetter angenehm. Obgleich sich immer mal wieder Wolken vor die Sonne schoben, blieb es weitestgehend trocken und die Temperatur war für das Wandern im Wald optimal. Die frische, klare Waldluft war voller Sauerstoff und duftete nach allerlei Gehölz. Für die Städter war die Wanderung schon ein besonderes Erlebnis, aber auch ein bisschen ungewohnt, und sie waren zugegebenermaßen froh, als sie ihre zukünftige Jugendherberge – in der sie ein Zimmer reserviert hatte – nach Stunden des Gehens endlich vor sich sahen. Da war es, das Haus, ein Naturfreundehaus. Erstaunt stellten sie fest, dass vor dem Haus unzählige Fahrzeuge parkten. Automobile mit Kennzeichen aus dem ganzen Bundesgebiet waren da und dann hörten sie auch schon seltsame, tiefe, vibrierende Laute die aus dem Erdgeschoss des Gebäudes drangen. Beim näher kommen bemerkten sie, dass es wohl Trommeln waren, die rhythmisch geschlagen wurden. Trommeln. Im Harz. Wie merkwürdig. Vorsichtig näherten sie sich dem Haus. Da tanzte eine Frau an ihnen vorbei, in einem bunten, irgendwie seltsam anmutenden Gewand, welches hinter ihr her wehte und sie summte und sang vor sich hin. Gesang! Einfach so! Ob sie eine Angestellte des Hauses war? Oder etwa eine Musikerin? Oder gar eine, die Lieder aus der Luft einfängt? Hatte sie etwa ein Schmetterlingsnetz dabei? Doch sie war schon vorbei und die Familie konnte sich nicht erinnern, ob sie ein Netz hatte. Es wäre auch irgendwie seltsam gewesen. Aber wo kam nur diese absurde Idee her, dass die Frau Lieder mit einem Netz fängt???
Wie dem auch sei, es war äußerst suspekt. Vorsichtig betraten sie das Haus. Rhythmischen Trommeln erfüllte die Luft. Aus den oberen Stockwerken hörten sie Gelächter. Was ist hier nur los?
„Guck mal da“, irritiert zeigte die Tochter, ein Teenager, auf die Tür zum WC, da ist ein komisches Schild angebracht, „was soll das denn heißen?“

Kennen Sie diesen Mann? Er gilt als gefährlich lustig und erschreckt im Harz wandernde Muggel durch suspekte WC-Schilder und Sexlosigkeit! Ausserdem steht er unter dringendem Verdacht mit Loki im Bunde zu sein!

Doch ehe Familie E. sich darüber klar werden konnte polterten Schritte die Treppe hinunter. Ein zunächst sehr freundlich wirkender Mann kam auf sie zu.
„Hallo“, begrüßte er sie erfreut, „Sie sind bestimmt die Mugg… äh… Familie, die hier für heute Nacht ein Zimmer reserviert hat, oder?“ Er strahlt wie ein Honigkuchenpferd.
„Ähm. Ja“, Familie E. war leicht verunsichert, weitere Personen kamen die Treppe hinunter. Lachend, singend, summend. Manche hatten Blumen im Haar, andere bemalte Gesichter (!!!) und wieder andere hatten Nasenpiercings. Nasenpiercings! Im Harz! Man stelle sich das mal vor!
Die meisten Leute gingen vorbei, nur eine im ersten Moment harmlos wirkende Frau blieb neben dem Mann stehen und lächelte. Sie war, so findet die Familie, irgendwie komisch gekleidet, so gar nicht in Jeans und T-Shirt, sondern mehr… naja, hippiemäßig irgendwie. Oder waren das Yogasachen? Obgleich, das passt auch nicht so ganz. Irgendetwas an ihr war komisch, war anders. Nur was?
„Was sind denn das für Schilder?“ fragte Frau E., ihre Stimme klang schriller als gewollt, und sie zupfte unwillkürlich nervös an einem ihrer Perlenohrringe. Herr E. klammerte sich an seinen Rucksack.
„Ach, die Kloschilder“, der Mann machte eine wegwerfende Handbewegung, „keine Sorge. Wir haben nur die sanitären Anlagen für alle Geschlechter geöffnet.“
Irritiert sahen die Wanderer den Mann an, er war bei genauerem Hinsehen jetzt irgendwie doch sehr seltsam. Diese scheinbar freundliche Stimme, dieses lächelnde Gesicht. Da stimmte doch was nicht! Hatten sie sich verhört?
„Was soll das bedeuten?“ fragte Frau E. unsicher, „das heißt doch nicht etwa, dass Männer auf das Frauenklo gehen, oder?“ Sie konnte nicht verhindern, dass ein Gefühl des Entsetzens in ihr aufsteigt. Männer sind doch gar nicht in der Lage ein Klo vernünftig zu benutzen! Ständig pinkeln sie daneben und machen alles dreckig. Zuhause muß sie dann immer alles weg wischen. Männer sind ja generell nicht in der Lage zu Putzen. Aber wie war das hier, unter diesen seltsamen Leuten… sie scheinen ja das ganze Haus besetzt zu haben! Was sind das nur für Gestalten? Putzen die Frauen ständig den Männern hinterher? Irgendwie wirkten die Leute hier so… unbeteiligt an den wirklichen Problemen der Welt. Sie sahen komisch aus, verhielten sich komisch und wirkten wie aus einer anderen Welt.
Der fremde Mann spürte natürlich die Unruhe der Neuankömmlinge und machte eine beschwichtigende Geste, „keine Sorge, die WCs und Duschräume sind ja bei Bedarf abschließbar. Und sehen Sie“, er lächelte beschwichtigend, „wir sind in unserer Gemeinschaft offen für alle Geschlechter. Manchmal gibt es ja Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht ihres Körpers identifizieren können, und wir sind da eben total barrierefrei. Jeder kann jedes Klo benutzen ohne sich immer fragen zu müssen ‚welches Klo darf ich denn benutzen?'“, und da er bemerkte wie unruhig, ja erschrocken die Neuankömmlinge auf seine Ausführungen reagierten, fügte er rasch erklärend hinzu: „Das hat natürlich alles nichts mit Sex zu tun!“
„Ähm ja, wir wollten eh noch essen gehen“, sagte Herr E. und versuchte gelassen zu klingen. In Wahrheit stieg nackte Panik in ihm auf.
„Prima, Sie können Ihr Gepäck schon hier lassen, es gibt einen Aufbewahrungsraum“, sagte der freundliche Mann und möchte ihnen den Weg weisen. Doch Familie E. dankte freundlich und erklärte, dass man 
dann am Abend wieder zum Einchecken komme . Fluchtartig verließ die Familie das Haus des Schreckens.

Unvorstellbar! Ein Klo für alle! Frauen, Männer, Kinder und selbst Loki kann es benutzen!

Stellen wir uns vor, dass zu diesem Zeitpunkt Curtis die Treppe runter kommt. Sie sieht ihre beiden Hexenfreunde im Flur stehen. Ihr Kumpel von den Holunderschwänen guckt verdutzt, die Kollegin aus Hamburg, die gar nicht in Hamburg wohnt, grinst.
„Was ist los?“ fragt Curtis erstaunt.
Die Hexe kichert, lacht dann, es kommt tief aus ihrem Inneren, „gerade waren die Muggel da, die heute Nacht hier übernachten wollen. Mr. T. hat ihnen aber achtsam und zugewandt erklärt, dass wir eine Transgender-Gruppe sind, zusammen duschen, aber keinen Sex haben.“
„Stimmt ja gar nicht“, entfährt es dem Mann, der keine Geschlechter kennt, „ich wollte nur unsere Kloschilder erklären.“
„Aha“, eine Augenbraue wird in die Höhe gezogen, „sehr aufmerksam von Dir. Und wieso hast Du nicht einfach gesagt dass wir Hexen sind? Ich meine die erwartet man doch im Harz“, möchte Curtis erstaunt wissen, „und die hätten doch schön unsere Winkelgasse leer kaufen können.“
„Ich wollte die Muggel doch nicht verschrecken!“ erklärt unser Mann im Brustton der Überzeugung. 

Familie E. kehrte nie wieder zurück in das Naturfreundehaus. Sie konnten kaum glauben, was sie erlebt hatten. Sie waren im falschen Film gewesen. Diese seltsamen Leute dort mussten einen Knall haben, vermutlich waren sie psychisch schwer gestört und vielleicht sogar gefährlich. Und so flohen die Muggel in ein **** Hotel mit einem eigenen Bad und einem Aussenklo in der Lobby des Hotels für Herrn E. Hier wurden sie bekocht und versorgt. Trommeln gab es nicht, auch keine bunten Gewänder. Das Hotel hatte sogar eine Sauna – nach Geschlechtern getrennt. Denn eines ist klar: Wenn es um Geschlechter geht, hat alles mit Sex zu tun 😉

Einmal Järnskogen und zurück

Lokialtar unseres Workshops, Foto: Peti Songcatcher

29.04.2018

Ich schließe die Augen, lehne mich erschöpft zurück und lausche. Der Wind rauscht durch das Laub, die Sonne wärmt den Tag, die Luft duftet nach Frühling, es grünt. Laufeys Stimme streift meinen Geist, ein sanftes Wispern in meiner Seele und wenig später bin ich eingeschlafen. 

An diesem Wochenende war ich auf einer langen Reise, die mich weit nach Jötunheim bis tief in den Järnskogen führte, in jenen Eisenwald in dem die Kälte tief und die Flammen gleißend sind. Dunkel ist hier die Angst, der Atem geht mal schleppend und schwer, mal viel zu schnell. In der Luft liegt Klarheit und der Geschmack von Metall, der sich auf die Zunge legt. Es ist, als würde man Blut atmen, lebendig und zugleich irgendwie einschüchternd. Alles scheint verdreht und unvertraut… und doch… irgendwie war ich schon einmal hier gewesen. Ein wages Erinnern an Träume stieg auf, Visionen, die im Fieber Besitz von mir ergriffen und mich in eine andere Welt entführten. Doch war ich jetzt nicht alleine, wie ich es sonst in meinen Träumen bin. Mutige Frauen und Männer standen neben mir – Menschen die unverzagt und mutig dem Weg folgten, den Loki wies. Und er führte uns auf den Pfad der Erfahrungen in Tiefen, die uns entgegen stierten und herausfordern. Ich atme tief in meinen Bauch, wage es weiter zu gehen, setze einen Schritt vor den anderen. Und ehe ich mich versehe gehe ich dem Wachstum entgegen. Staunend erkenne ich den Funken, welcher eine Flamme  entfacht und meine Seele schlagartig in Brand legt. Etwas explodiert… Kreativität entflammt, das Herz fängt Feuer, Leben pulsiert. Ich lache. Ich schüttele mein Haar und lache weiter. Etwas in mir hat sich gelöst, ich gehe durch die Angst hindurch und auf einmal stehe ich mir selbst gegenüber. Frei. 

So oft ich auch mit Loki reise, jedes Mal ist es anders, jedes Mal ist er überraschend und immer wieder ist es erstaunlich. Ich schaue mich um, im Kreis der Hexen, mit denen ich zusammen gereist bin. Ich fühle mich beschenkt, um Erfahrungen und Kraft reicher. Eine intensive Energie fließt. Wir lachen. Wir alle lachen. Am Freitag Abend als wir zusammen unsere Reise angetreten sind, da waren wir andere als nun. Uns verbinden nun gemeinsame Erfahrungen, die wir miteinander und mit Loki geteilt haben. Gemeinsam gehen wir in der Frühlingssonne spazieren, gemeinsam setzen wir uns an einen Tisch, bestellen Speisen und Getränke, dann heben alle die Gläser, es klirrt. „LOKI!“ schallt ein lauter, begeisterter Hexenruf durch Kreuzberg.

Ich öffne die Augen, meine kleine Nachmittagsruhe ist vorbei. Mein Kater kuschelt sich an mich. Wieder daheim. Wieder gelernt. Wieder gewachsen.

Loki, Du bist klasse!

Danke Loki! Danke Laufey! Danke an alle Mitreisenden!

Loki naht in großen Schritten!

06.04.2018

Die Luft duftet nach Frühling. Die grüne Göttin naht und legt sich sanft über Bäume, Sträucher und Wiesen. Sie ist schön, sie ist warmherzig und ihre Stimme flüstert im Wind: „Höre, Menschenkind! Du, genau Du bist gemeint! Noch bis Montag gibt es die Möglichkeit sich zum Loki-Workshop mit Curtis und Cassandra  anzumelden. Und diese Chance solltest Du ergreifen, denn es ist nur noch ein einziger Platz frei, um das Abenteuer zu bestreiten!“

Höre. was der Wind flüstert: Von Freitag, 27. April 2018, 18.30 Uhr bis Sonntag, 29. April 2018, 13.30 Uhr erwartet Dich ein Workshop-Wochenende voller Magie, voller Geschichten, voller Abtauchen in die Seelentiefen. Wir werden uns tief in die Mythologie begeben und Loki begegnen, mit ihm arbeiten und magisch wirken.

Das Wochenende umfasst den Workshop und findet in Berlin-Kreuzberg statt. Im Preis enthalten sind alle benötigten Materialien sowie Getränke (Wasser, Tee, Kaffee, Saft). Am Samstag wird es ein buntes Buffet geben, zu dem jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bitte eine Speise beisteuert. Weitere Infos hierzu werden mit der Anmeldebestätigung verschickt.

Nun auf, der letzte Platz wartet genau auf Dich!

Kosten: 120 – 150 € nach Selbsteinschätzung.
90 € für Schüler, Studenten und Erwerbslose.

ANMELDUNG
– AUSGEBUCHT – Der Workshop ist voll!