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Things to Come – SF-Sonderausstellung im Filmmuseum

20.02.2017

 

Na, erkannt? Es ist fast ein bisschen verwirrend die Kleidung der Besatzung der Orion einmal in Farbe zu sehen. aus: Raumpatrouille Orion

Na, erkannt? Es ist fast ein bisschen verwirrend die Kleidung der Besatzung der Orion einmal in Farbe zu sehen.
aus: Raumpatrouille Orion

Wie kann die Gesellschaft der Zukunft aussehen? In welche Richtung entwickelt sich die Menschheit? Welche Möglichkeiten wird die Robotik eröffnen? Wie könnte Leben auf anderen Welten aussehen und sich auf uns auswirken? Diese und viele weitere ‚Zukunftsfragen‘ sind die Themen der Science fiction. Und genau dieser Sparte des Films wendet sich die aktuelle Sonderausstellung „Things to come“ in der deutschen Kinematek, dem Museum für Film und Fernsehen, zu. Noch bis 23. April 2017 besteht die Möglichkeit diese Ausstellung zu besuchen und ich kann sie Freunden der Materie nur ans Herz legen! Ich selbst habe „Things to come“ letzte Woche gemeinsam mit meiner Mutter besucht. Der Eintrittspreis – nur für die Sonderausstellung – beträgt 5 €, die sich wirklich lohnen!

Unterteilt in verschiedene Sektionen wird sich im Filmmuseum den unterschiedlichen Themen der Science fiction zugewendet. Dabei kann man nicht nur Filmrequisiten wie beispielsweise Raumanzüge, Phaser oder Roboter aus bekannten Filmen und Serien bestaunen, sondern es wurden auch Räumlichkeiten den Szenen aus Filmen nachgestellt. So kommt man unter anderem in eine Kryostasekammer, in der Reisende durchs All die lange Zeit im Kältetiefschlaf verbringen können. 

Die Ausstellung, die sich über drei Stockwerke verteilt, ist multimedial aufgebaut und die Sektionen liefen Themenschwerpunkte.
Der multimediale Charakter zeigt sich darin, dass man zum einen zahlreiche Illustrationen zu Entwicklung der Kulissen und Kostüme aus Film und TV, die als Bilder präsentiert werden, findet: Vorzeichnungen von Raumanzügen oder Uniformen von der ersten Idee bis zur Endversion; erste Ideen von Planetenkulissen, Raumschiff-Designs. Zum anderen werden auf Monitoren und Leinwänden themenbezogene Filmsequenzen präsentiert. Dies alles wird unterstützt von Modellen – beispielsweise von Raumschiffen oder Raumstationen – und Requisiten.

Alien aus Alien

Alien aus Alien

Die Filmsequenzen werden zahlreich präsentiert und können bequem mit Kopfhörern abgehört werden. Zuweilen kann man sich dann auch in die Kulissen setzen, wie beispielsweise in eine Offiziersmesse. Die Sequenzen setzen sich aus Szenen unterschiedlicher Filme zu einem bestimmten Thema auseinander (beispielsweise: Der Weltraum) und dauern etwa 5 bis 12  Minuten, je nach Thema. Uns hat es Spaß gemacht, die Sequenzen zu betrachten und gemeinsam die Filme zu raten. Eine Auflistung der jeweiligen Filmszenen kann man dann auch neben den Leinwänden nachlesen. Mir persönlich hat besonders eine Filminstallation gefallen, die aus zwei TV Monitoren bestand, in denen die Entwicklung der Filmkultur gezeigt wurde, indem man den Film Kampf der Welten (1953)/Krieg der Welten (2005) parallel bearbeitet hatte. Gleichzeitig liefen in den beiden Monitoren die gleichen Szenen – nur 52 Jahre voneinander versetzt – ab. Die Sequenz dauerte etwas mehr als 8 Minuten und mir persönlich wurde vor Augen geführt, warum ich alte Science fiction Filme immer noch so liebe.

Die gezeigten Filmrequisiten stammten aus Filmen wie Alien, Star Trek, Raumparouillie Orion, Enemy Mine und vielen anderen. Ich persönlich habe mich besonders gefreut dem Roboter TARS aus Interstellar zu begegenen. Amüsiert habe ich mich auch über eine Modell-Darstellung, die den Kampf zwischen den Star Trek und Star Wars Fans zeigte: Ein Modell der Enterprise jagde einem TIE-Fighter hinterher.

Ich empfehle die Ausstellung Fans der Science fiction, auch Fans der alten Klassiker werden hier auf ihre Kosten kommen. Um die Ausstellung in allen Details genießen zu können (und hierbei sind nicht alle Fimsequenzen mit einbezogen) sollte man sich mindestens (!) zweieinhalb Stunden Zeit nehmen. Ich persönlich  hätte keine Probleme mich den ganzen Tag vor Ort aufzuhalten.

Alien aus Independence Day

Alien aus Independence Day

Die Kinemathek findet ihr am Sony Center, Potsdamer Platz, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10–18 Uhr
Donnerstag: 10–20 Uhr
Montags geschlossen
(Bitte die Sonderöffnungszeiten an Feiertagen beachten – Ihr findet sie auf der Website)

Hinweisen möchte ich auch darauf, dass im Zusammenhang mit ‚Things to Come‘ ein breites Angebot an Vorträgen und Filmen präsentiert wird. So hat man noch folgende Möglichkeiten:

02. März, 2017, 19.00 Uhr: Vortrag „Der Klimawandel: Was ist Science? was ist Fiction?“ Kinematek, 4. OG, Eintritt frei
06. April 2017, 19.00 Uhr: „40 Jahre Golden Records“ – die Voyager Mission, Kinematek, 4. OG, Eintritt frei

Filme kosten 7,50 € Eintritt und werden im Bundesplatz Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin ausgestrahlt. Die Filme sind OmU:
05. März 2017, 18.00 Uhr, Gattaca, USA 1997
02. April 2017, 18.00 Uhr, Under the Skin, GB/USA 2013

 

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RIP Mr. Spock!

Soeben habe ich es erfahren. Ein Mensch ist gestorben, der mich lange in meinem Leben begleitet hat. Ein Mensch, der – als er mir begegnete – eigentlich gar kein Mensch war. Mr. Spock, der Vulkanier, ist tot. Ich bin traurig, ein Teil von mir stirbt mit ihm. Ein Teil meiner Jugend geht dahin. Danke, Leonard Nimoy, dass Du mein Leben bereichert hast! Mach es gut!

Illustration von Exo

Illustration von Exo

Sternzeit 1305.18

Nein, liebe Trekkies, nun folgt keine Rezension des neuen Star Trek Films. Den müsst ihr Euch schon selbst anschauen. Nur soviel sei gesagt: Der Film lohnt sich absolut! Ich selbst bin begeistert.

Heute möchte ich Euch auf eine kleine, aber feine, Sendung  des Deutschlandradios hinweisen, und zwar auf die Sternzeit, die täglich um 16.57 Uhr ausgestrahlt wird. Hier erfährt der astronomisch interessierte Laie allerlei wissenswertes, interessantes und zuweilen amüsantes aus der Welt der Astronomie. Wer gerne mal in die Sterne schaut und sich zuweilen fragt welche Himmelskörper da oben zu sehen sind, den empfehle ich die täglichen 2 Minuten Sternzeit unbedingt! Das regelmäßige Hören stellt auch sicher, dass kein Sternschnuppenregen, kein Komet, kein plantares Ereigniss unbemerkt an einem vorüber zieht.

Die Sternzeit wird täglich – auch Sonntags und an Feiertagen – ausgestrahlt und wer sie verpasst, kann sich die letzten Folgen auch noch einmal im Internet durchlesen.

Dem Smaug seine Einöde

Ja, bald geht es auch für mich endlich ins Kino, damit ich mir selbst einen Eindruck vom  Hobbit machen kann. Da freue ich mich schon drauf. Dem entgegen freue ich mich nicht über so abenteuerliche Filmtitel wie ‚Die Einöde von Smaug‘ für den zweiten Teil der Trilogie.  Klingt irgendwie wie ‚die Berge von Südtirol‘ oder so. In diesem Sinne möchte ich an dieser Stelle einen Link zu einem offenem Brief teilen: Offener Brief an Warner Bros

Zwar bin ich mir darüber im Klaren, dass solcherart Briefe zumeist keinerlei Wirkung zu haben pflegen. Dennoch halte ich das Schreiben inhaltlich für wichtig und beachtenswert. Das die deutsche Sprache immer mehr vor die Hunde geht liegt sicherlich nicht allein an meiner eigenen zuweilen konfusen Rechtschreibung. Und auch Meister Yoda kann und will ich da nicht zur Verantwortung ziehen, denn als Fremdsprachler erwarte ich von ihm keine hohe Poesie!

Ursächlich verantwortlich dafür, dass in dem Smaug seiner Einöde die Dinge verrückt laufen, ist ein Unterhaltungskonzern. Und Unterhaltung scheint keinerlei Interesse an Grammatik zu haben. Zumindest nicht im Land der Dichter und Denker. Schon bei Star Trek war das zu bemängeln…

Ich flieg dann mal nach den Gammaquadrant! Tschüss für heute.