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Der Mann, der keine Geschlechter kennt

17.05.2018

Vorbemerkung: Die folgende Geschichte hat sich so und zwar GENAU SO abgespielt. Ich war zwar persönlich nicht mit dabei, aber Loki war dabei. Und er hat sie mit meinen Fingern geschrieben und mir bestätigt, dass es so war und nicht anders! Ganz sicher! Ungelogen!

Dieses verlängerte Wochenende sollte ein ganz besonderes für Familie E. aus der Stadt werden. Vater E. hatte sich extra einen Brückentag von seiner harten Arbeit als Manager eines großen Unternehmens genommen. ‚Christi Himmelfahrt‘ machte es möglich. Mutter E. hatte ihn dazu überredet. Die gemeinsame Tochter wünschte sich ein Wochenende in der Natur mit ihren Eltern. Eine Wanderung sollte es werden, sie sollte durch den schönen Harz führen und man wollte es schlicht halten. Übernachtet werden sollte in Jugendherbergen. Ausnahmsweise. Der Tochter zu Liebe. Gemeinsam als Familie wollte man abtauchen in die Natur. Mal ganz entspannt wandern, spazieren, schlicht übernachten und sich der Natur öffnen. Frau E. hatte sich dafür extra neue Schuhe gekauft. Herr E. hatte sich komplett neu eingekleidet für dieses echte Outdoor-Abenteuer. Am Tag vor dem großen Ereignis gönnte er sich noch eine schöne Vatertagstour um Kraft für die familiäre Pflichtveranstaltung zu tanken. Und so wanderte die kleine Familie am Freitag motiviert los…

Merkwürdige, verstörende Zeichen zierten die Toilettentüren.

An jenem Freitag, es war kein dreizehnter, sondern ein elfter, war das Wetter angenehm. Obgleich sich immer mal wieder Wolken vor die Sonne schoben, blieb es weitestgehend trocken und die Temperatur war für das Wandern im Wald optimal. Die frische, klare Waldluft war voller Sauerstoff und duftete nach allerlei Gehölz. Für die Städter war die Wanderung schon ein besonderes Erlebnis, aber auch ein bisschen ungewohnt, und sie waren zugegebenermaßen froh, als sie ihre zukünftige Jugendherberge – in der sie ein Zimmer reserviert hatte – nach Stunden des Gehens endlich vor sich sahen. Da war es, das Haus, ein Naturfreundehaus. Erstaunt stellten sie fest, dass vor dem Haus unzählige Fahrzeuge parkten. Automobile mit Kennzeichen aus dem ganzen Bundesgebiet waren da und dann hörten sie auch schon seltsame, tiefe, vibrierende Laute die aus dem Erdgeschoss des Gebäudes drangen. Beim näher kommen bemerkten sie, dass es wohl Trommeln waren, die rhythmisch geschlagen wurden. Trommeln. Im Harz. Wie merkwürdig. Vorsichtig näherten sie sich dem Haus. Da tanzte eine Frau an ihnen vorbei, in einem bunten, irgendwie seltsam anmutenden Gewand, welches hinter ihr her wehte und sie summte und sang vor sich hin. Gesang! Einfach so! Ob sie eine Angestellte des Hauses war? Oder etwa eine Musikerin? Oder gar eine, die Lieder aus der Luft einfängt? Hatte sie etwa ein Schmetterlingsnetz dabei? Doch sie war schon vorbei und die Familie konnte sich nicht erinnern, ob sie ein Netz hatte. Es wäre auch irgendwie seltsam gewesen. Aber wo kam nur diese absurde Idee her, dass die Frau Lieder mit einem Netz fängt???
Wie dem auch sei, es war äußerst suspekt. Vorsichtig betraten sie das Haus. Rhythmischen Trommeln erfüllte die Luft. Aus den oberen Stockwerken hörten sie Gelächter. Was ist hier nur los?
„Guck mal da“, irritiert zeigte die Tochter, ein Teenager, auf die Tür zum WC, da ist ein komisches Schild angebracht, „was soll das denn heißen?“

Kennen Sie diesen Mann? Er gilt als gefährlich lustig und erschreckt im Harz wandernde Muggel durch suspekte WC-Schilder und Sexlosigkeit! Ausserdem steht er unter dringendem Verdacht mit Loki im Bunde zu sein!

Doch ehe Familie E. sich darüber klar werden konnte polterten Schritte die Treppe hinunter. Ein zunächst sehr freundlich wirkender Mann kam auf sie zu.
„Hallo“, begrüßte er sie erfreut, „Sie sind bestimmt die Mugg… äh… Familie, die hier für heute Nacht ein Zimmer reserviert hat, oder?“ Er strahlt wie ein Honigkuchenpferd.
„Ähm. Ja“, Familie E. war leicht verunsichert, weitere Personen kamen die Treppe hinunter. Lachend, singend, summend. Manche hatten Blumen im Haar, andere bemalte Gesichter (!!!) und wieder andere hatten Nasenpiercings. Nasenpiercings! Im Harz! Man stelle sich das mal vor!
Die meisten Leute gingen vorbei, nur eine im ersten Moment harmlos wirkende Frau blieb neben dem Mann stehen und lächelte. Sie war, so findet die Familie, irgendwie komisch gekleidet, so gar nicht in Jeans und T-Shirt, sondern mehr… naja, hippiemäßig irgendwie. Oder waren das Yogasachen? Obgleich, das passt auch nicht so ganz. Irgendetwas an ihr war komisch, war anders. Nur was?
„Was sind denn das für Schilder?“ fragte Frau E., ihre Stimme klang schriller als gewollt, und sie zupfte unwillkürlich nervös an einem ihrer Perlenohrringe. Herr E. klammerte sich an seinen Rucksack.
„Ach, die Kloschilder“, der Mann machte eine wegwerfende Handbewegung, „keine Sorge. Wir haben nur die sanitären Anlagen für alle Geschlechter geöffnet.“
Irritiert sahen die Wanderer den Mann an, er war bei genauerem Hinsehen jetzt irgendwie doch sehr seltsam. Diese scheinbar freundliche Stimme, dieses lächelnde Gesicht. Da stimmte doch was nicht! Hatten sie sich verhört?
„Was soll das bedeuten?“ fragte Frau E. unsicher, „das heißt doch nicht etwa, dass Männer auf das Frauenklo gehen, oder?“ Sie konnte nicht verhindern, dass ein Gefühl des Entsetzens in ihr aufsteigt. Männer sind doch gar nicht in der Lage ein Klo vernünftig zu benutzen! Ständig pinkeln sie daneben und machen alles dreckig. Zuhause muß sie dann immer alles weg wischen. Männer sind ja generell nicht in der Lage zu Putzen. Aber wie war das hier, unter diesen seltsamen Leuten… sie scheinen ja das ganze Haus besetzt zu haben! Was sind das nur für Gestalten? Putzen die Frauen ständig den Männern hinterher? Irgendwie wirkten die Leute hier so… unbeteiligt an den wirklichen Problemen der Welt. Sie sahen komisch aus, verhielten sich komisch und wirkten wie aus einer anderen Welt.
Der fremde Mann spürte natürlich die Unruhe der Neuankömmlinge und machte eine beschwichtigende Geste, „keine Sorge, die WCs und Duschräume sind ja bei Bedarf abschließbar. Und sehen Sie“, er lächelte beschwichtigend, „wir sind in unserer Gemeinschaft offen für alle Geschlechter. Manchmal gibt es ja Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht ihres Körpers identifizieren können, und wir sind da eben total barrierefrei. Jeder kann jedes Klo benutzen ohne sich immer fragen zu müssen ‚welches Klo darf ich denn benutzen?'“, und da er bemerkte wie unruhig, ja erschrocken die Neuankömmlinge auf seine Ausführungen reagierten, fügte er rasch erklärend hinzu: „Das hat natürlich alles nichts mit Sex zu tun!“
„Ähm ja, wir wollten eh noch essen gehen“, sagte Herr E. und versuchte gelassen zu klingen. In Wahrheit stieg nackte Panik in ihm auf.
„Prima, Sie können Ihr Gepäck schon hier lassen, es gibt einen Aufbewahrungsraum“, sagte der freundliche Mann und möchte ihnen den Weg weisen. Doch Familie E. dankte freundlich und erklärte, dass man 
dann am Abend wieder zum Einchecken komme . Fluchtartig verließ die Familie das Haus des Schreckens.

Unvorstellbar! Ein Klo für alle! Frauen, Männer, Kinder und selbst Loki kann es benutzen!

Stellen wir uns vor, dass zu diesem Zeitpunkt Curtis die Treppe runter kommt. Sie sieht ihre beiden Hexenfreunde im Flur stehen. Ihr Kumpel von den Holunderschwänen guckt verdutzt, die Kollegin aus Hamburg, die gar nicht in Hamburg wohnt, grinst.
„Was ist los?“ fragt Curtis erstaunt.
Die Hexe kichert, lacht dann, es kommt tief aus ihrem Inneren, „gerade waren die Muggel da, die heute Nacht hier übernachten wollen. Mr. T. hat ihnen aber achtsam und zugewandt erklärt, dass wir eine Transgender-Gruppe sind, zusammen duschen, aber keinen Sex haben.“
„Stimmt ja gar nicht“, entfährt es dem Mann, der keine Geschlechter kennt, „ich wollte nur unsere Kloschilder erklären.“
„Aha“, eine Augenbraue wird in die Höhe gezogen, „sehr aufmerksam von Dir. Und wieso hast Du nicht einfach gesagt dass wir Hexen sind? Ich meine die erwartet man doch im Harz“, möchte Curtis erstaunt wissen, „und die hätten doch schön unsere Winkelgasse leer kaufen können.“
„Ich wollte die Muggel doch nicht verschrecken!“ erklärt unser Mann im Brustton der Überzeugung. 

Familie E. kehrte nie wieder zurück in das Naturfreundehaus. Sie konnten kaum glauben, was sie erlebt hatten. Sie waren im falschen Film gewesen. Diese seltsamen Leute dort mussten einen Knall haben, vermutlich waren sie psychisch schwer gestört und vielleicht sogar gefährlich. Und so flohen die Muggel in ein **** Hotel mit einem eigenen Bad und einem Aussenklo in der Lobby des Hotels für Herrn E. Hier wurden sie bekocht und versorgt. Trommeln gab es nicht, auch keine bunten Gewänder. Das Hotel hatte sogar eine Sauna – nach Geschlechtern getrennt. Denn eines ist klar: Wenn es um Geschlechter geht, hat alles mit Sex zu tun 😉

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Lokis Rückkehr: Workshop Wochenende in Berlin

19.02.2018

Hört ihr das Wispern im Wind? Riecht ihr den Frühling in der Luft? Seht ihr das sanfte, grüne Knospen in den Bäumen? Langsam, Augenblick um Augenblick, steigt das Grün wieder auf. In den Gräsern und Bäumen wispert eine Stimme, göttinnengleich, sanft und so schön, dass das Herz bewegt erzittert. Es ist Laufey, die laubumkränzte, schöne, grüne Frau, die sanft und zugleich machtvoll zurück kehrt und uns Geschichten zuflüstert. „Kennst Du meine Kinder? Kennst Du meine Söhne? Kennst Du den einen, der die Geschichte der Götter und der Menschen verändert hat?“ Sie lacht. Natürlich weisst Du von wem sie redet, doch möchtest Du ihn wirklich kennen lernen? Möchtest Du eintauchen in die Geschichten, Mythen und in den Alltag des einen, der aus der Welt der Riesen in die Welt der Götter eintauchte und somit alle Welten für immer veränderte? Dann sei herzlich eingeladen zu unserem Workshopwochenende in Berlin:

Vielen Dank an Michael A. Weigel für die Illustration!

Loki – unser Trickster

Eine Reise in die Tiefen der Mythologie, wir werden Loki begegnen und eintauchen in seine Geschichten. Gemeinsam werden wir in sicherem, rituellen Raum eine Reise zu den kulturellen Wurzeln des Gottes machen, der zwischen den Welten reist. Dabei werden wir unsere persönliche Beziehung zu Loki erkunden und durch Magie, Lachen und Kreativität die Möglichkeit haben herauszufinden welche Rolle er in unserem persönlichen Leben spielt. 

Die Reclaiming-Lehrerin Cassandra und die Religionswissenschaftlerin Curtis Nike geleiten euch durch dieses Workshopwochenende, welches im Herzen Berlins, nämlich in Berlin-Kreuzberg statt finden wird. Der genaue Ort wird Euch nach der Anmeldung und Anzahlung mitgeteilt.

Das Wochenende findet statt von Freitag, 27. April 2018, 18.30 Uhr bis Sonntag, 29. April 2018, 13.30 Uhr.

Das Wochenende umfasst den Workshop und alle benötigten Materialien sowie Getränke (Wasser, Tee, Kaffee, Saft). Am Samstag wird es ein buntes Buffet geben, zu dem jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bitte eine Speise beisteuert. Weitere Infos hierzu werden mit der Anmeldebestätigung verschickt.

Kosten: 120 – 150 € nach Selbsteinschätzung.
90 € für Schüler, Studenten und Erwerbslose.

Die Plätze für den Workshop sind begrenzt, die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges berücksichtigt. Anmeldungen sind möglich bis: 10. April 2018.

Wir freuen uns auf Euch!

Einladung zum Geldzauber

Der Zugang zur Sternschnuppe - eindeutig ein Hexenhaus!

Der Zugang zur Sternschnuppe – eindeutig ein Hexenhaus!

Heute möchte ich Euch alle zu einem zauberhaften Event einladen: Ich möchte mit Euch allen zusammen (bzw. mit denen die Lust und Motivation dazu haben) einen Zauber weben. Ich möchte Magie nutzen, um uns alle zu bereichern. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wobei gemeinsam gewobene Magie ja stets eine Bereicherung ist.

Die Intention: Erinnert Ihr Euch noch an die Verlosung, die ich Anfang September für das Haus Sternschnuppe gemacht habe? In der Auktion sind damals 75 € zusammen gekommen und diese kamen dem Seminarhaus, welches ich so sehr schätze, zu Gute. Das Haus ist für mich ein magisches ‚Zuhause‘ geworden. Und dies im tatsächlichen Sinne. Wenn ich dort ankomme, dann fällt die Belastung des ‚Alltags‘ ab. Ohne „Wenn und Aber“ kann ich mich bedingungslos der Welt der Magier öffnen. Ja, ich habe diese ‚Mysterienschule‘ auch schon einmal mit der Welt von Hogwarts verglichen. Und dies vollkommen zu Recht. Hier wird Magie gewebt, hier wird Zauberei gelehrt und gelernt, hierher kann man sich wenden, wenn man brennende Fragen hat zu Hexerei, zu magischen Belangen, zum Vernetzen von Hexen innerhalb Deutschlands und ähnlichem. Cassandra, die Inhaberin des Hauses gibt dabei so viel von sich selbst und ihrer Energie, dass es umwerfend ist! Einfach die Tatsache morgens aufzustehen und der fertige Kaffee steht bereits bereit, der Frühstückstisch wartet auf Dich… ach, ihr kennt es doch selbst: Es ist wahres Urlaubsfeeling! Und hinzu kommt, dass ich dieses Haus stets bereichert verlasse. ‚Bereichern‘, dies ist das Stichwort! Ich möchte die Sternenschnuppe und jeden von Euch, der oder die mit machen möchte, magisch bereichern, beschenken und einfach etwas mehr Wohlstand und finanzielle Sicherheit bringen.

Der Feenbaum steht in voller Blüte!

Der Feenbaum steht in voller Blüte! Garten der Sternschnuppe in Oldenbüttel.

Die Aktion: Ich möchte Euch alle einladen mit mir gemeinsam zu einem fest gelegten Termin einen Geldzauber für die Sternschnuppe und für alle Hexen, die an den Zauber mitwirken, zu weben. Ihr wisst doch: Die Magie, die Ihr aus Euren Herzen für andere webt ist noch viel stärker als die Magie, die Ihr alleine für Euch selbst webt! Wenn Du also an diesem magischen Ereignis Teil nimmst verschenkst Du Deine magische Wirkkraft, aber sicherlich kommt von unerwarteter Seite ein magisches Geschenk zurück. Zudem hast Du die Möglichkeit eine neue, magische Erfahrung zu machen.

Der Termin: Sonntag, der 13. November 2016, ab 19.00 Uhr. Der Mond steht im Stier und es ist unmittelbar vor Vollmond.
Mir ist bewusst, dass diejenigen, die Familie haben oder Schichtarbeit machen Schwierigkeiten haben könnten die genaue Uhrzeit einzuhalten. Ich schlage – aus magischen Gründen – sieben Uhr abends als Uhrzeit für Geldzauber vor. Wer aber um sieben Uhr nicht kann: Ich selbst werde eine große Geldkerze erstellen, die ab ein Uhr Mittags für die Sternschnuppe und für Euch brennen wird. So ist es möglich sich auch früher mit der Thematik auseinander zu setzen – wenn man Teil nehmen möchte und es geht nicht anders.

Ein Blütenmeer empfing uns im Garten der Sternschnuppe

Ein Blütenmeer empfing uns im Garten der Sternschnuppe

Die Aktion: Viele von Euch sind Magier, Hexen oder Ritualmagier. Das heißt, dass die meisten von Euch vielleicht schon Ideen haben wie sie sich zauberhaft an dem Ereignis beteiligen können. Ich freue mich schon auf die Vielfalt der Energien! Vielleicht gibt es ja auch den einen oder anderen Hexencoven, der sich zusammen tut, um einen Zauber zu weben? Das wäre natürlich toll!

Aber: Was ist, wenn Du noch relativ unerfahren bist oder Dich unsicher fühlst? Vielleicht bist Du durch diesen Text neugierig geworden, aber Dir fehlt die Sicherheit an einem solchen Event Teil zu nehmen? Keine Sorge! Ich werde in den nächsten Tagen ein paar Tipps und Hinweise hier veröffentlichen. Dabei wird es sich um ein paar grundlegende Tipps handeln und ich werde Anregungen für kleine, private Geldrituale ebenso machen wie Ideen für große, umfangreiche Aktionen. Und für die, die am 13. November wenig Zeit haben und für diejenigen, die nichts Großes machen wollen, für die werde ich ein paar kleine Meditationstipps parat haben.

Wie sieht es aus? Neugierig geworden? Bist Du dabei?

Samhain

Auch Kater Iggy feiert mit.

Auch Kater Iggy feiert mit.

Die Tage werden kühler, die Nächte länger. Morgendlicher Nebel liegt über den Dächern Berlins. Die Luft ist feucht und durchdrungen von Kälte. Der Sommer ist zu Ende, es ist Samhain, die Schleier zur Anderswelt werden dünner.

Für mich beginnt nun die Zeit der inneren Einkehr, die Zeit des Kerzen Gießens, die Zeit der Magie und Zauberei. Zugleich beginnt die Gemütlichkeit in den Stuben, das Geschichten Erzählen bei Kerzenschein oder am Kamin, wobei Bratapfelduft in der Luft liegt. Eine Zeit der Ruhe, eine Zeit der Entspannung, aber auch eine Zeit sich der Ahnen zu besinnen und sich auf seine Wurzeln zu beziehen. Doch jeder hat seine eigene Art diese Zeit zu begehen. Die Hauptsache ist, dass man sich mit dem Wandel der Jahreszeiten bewegt und sich darin wohl fühlt.

Ich werde Samhain mit ein paar Zaunköniginnen zusammen sitzen und wir werden etwas trinken und Palaver abhalten. Ein Ahnenfest folgt dann, ebenfalls mit meinen lieben Zaunköniginnen, zum Wochenende. Diese Jahreszeit bietet sich an für eine Reise in die Tiefe.

Euch allen wünsche ich eine zauberhafte Samhain-Zeit, wie auch immer ihr sie verbringt.

Die Raben gelten in der nordischen Mythologie als Boten Odins.

Die Raben gelten in der nordischen Mythologie als Boten Odins. Foto: LiBella
Model: Curtis Nike

 

Besichtigung von Hogwarts

Die Eingangspforte zur großen Halle.

Die Eingangspforte zur großen Halle.

In England ist Hogwarts die größte und bekannteste Schule für Hexerei und Magie. Schüler werden ab dem elften Lebensjahr aufgenommen und zwar ausschließlich durch Berufung per Brief. In Deutschland gibt es vergleichbare Schulungsorte. Die, die ihren Brief bekommen haben, werden es wissen.
Für die magische Erwachsenenweiterbildung gibt es bei uns Institutionen wie beispielsweise die Sternschnuppe Mysterienschule. Dieser Ort steht allen interessierten Hexen und Magiern offen. Auch ihr lehre und lerne hier gelegentlich. In meinem Reiter „Workshops“ sind entsprechende Infos zu finden. Doch dies nur als kleiner Hinweis für die interessierte Leserschaft.

Wir selbst speisten nicht in der Halle, hier seht ihr mich am Slytherin-Speisetisch sitzen.

Wir selbst speisten nicht in der Halle, hier seht ihr mich am an einem der Slytherin-Speisetische sitzen.

Die Zauberer- und Hexenschule Hogwarts bietet Raum für etwa 700 Schüler. Die Schüler sind in vier unterschiedliche, magische Häuser eingeteilt und speisen gemeinsam mit ihren Lehrern in der berühmten „Großen Halle“. Auch sonstige Schulveranstaltungen, wie beispielsweise Abschlussbälle, finden hier statt. Das zauberhafte an dieser Halle ist die verzauberte Decke. Je nach Anlass verwandelt sich diese beispielsweise in einen Sternenhimmel, ein wolkenloses Blau oder einen Regenbogen. Bei unserer Ankunft schwebten Kerzen unter der Decke und spendeten ein sehr angenehmes Licht.

Freundlicherweise demonstrieren uns die Hauselfen den 'Eindeckzauber' kurz.

Freundlicherweise demonstrieren uns die Hauselfen den ‚Eindeckzauber‘ kurz. Zack war der Slytherin-Tisch gedeckt.

 An langen Tafeln sitzen die Schüler zum Speisen in ihre Häuser aufgeteilt in der Halle. Die Tische werden in der Küche, welche unterhalb der Halle liegt, von Hauselfen eingedeckt. Wenn alle zu Tisch sitzen, dann werden die Gedecke und Speisen magisch aufgetragen. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass in Hogwarts unter anderem auch freie Hauselfen arbeiten. Ihr Arbeitslohn beträgt zwei Knut (ca. zehn Penny) im Monat. Das mag uns sehr wenig vorkommen, aber für einen Hauselfen ist es ein kleines Vermögen. Überhaupt machen die Hauselfen vor Ort einen sehr guten Job, sind sehr freundlich und standen uns für Fragen zur Verfügung. Tatsächlich waren sie sogar bereit uns kurz den ‚Eindeckzauber‘ zu präsentieren, was für viel Spaß sorgte.

In Hogwarts ist es üblich, dass die Schüler durch besondere Leistungen, Belobigungen oder freiwilligen Einsatz ‚Punkte‘ für ihr Haus sammeln können. Diese Punkte werden in großen Edelstein-Sanduhren gesammelt. Das Haus, welches am Ende des Jahres die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt den Hauspokal. Zuweilen weiß ich nicht, was ich von einem solchen System zu halten habe. Zumal die Schüler nach individuellen Fähigkeiten auf die Häuser eingeteilt werden. So sind Gryffindor und Slytherin sehr starke Häuser. Ravenclaw könnte dies durch Intelligenz ausgleichen, aber dies wird in diesem Haus als ’selbstverständlich‘ erachtet. Das Haus Hufflepuff, in dem erfahrungsgemäß oft sehr introvertierte und eher schüchterne Schüler sind, wird durch dieses System meines Erachtens ebenfalls benachteiligt. Dies ist auch auf meinem Foto gut zu sehen. Rot ist Gryffindor, das Haus, welches nur so strotzt vor Selbstbewusstsein. Mit Abstand verfolgt wird es von grün, Slytherin. Dann gibt es einen Knick und es folgt abgeschlagen gelb Hufflepuff und blau Ravenclaw. Ich persönlich bin der Meinung, dass das Konkurrenzdenken in der Welt der Magie schon viel zu weit verbreitet ist. Aus diesem Grunde sehe ich persönlich das Punktesystem in Hogwarts sehr kritisch. 

Die Sanduhren der Häuser, gefüllt mit Edelsteinen.

Die Sanduhren der Häuser, gefüllt mit Edelsteinen.

Wie Ihr Euch vorstellen könnt, haben wir allein in der großen Halle Unmengen an Fotos gemacht. Das liegt natürlich auch daran, das der Raum einem so vertraut ist. Zumindest mich hat er viele Jahre lang begleitet und es ist etwas ganz besonderes hier durch zu wandern, sich kurz mit dem sprechenden Hut zu unterhalten – er war gerade vor Ort – und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Es ist einfach wundervoll! Doch natürlich bietet Hogwarts noch sehr viel mehr sehenswertes. Wir haben nicht nur Schlafsäle, Lehrerzimmer und Höfe besichtigen können, sondern hatten auch die Möglichkeit die verzauberten Treppen (die ich persönlich sehr verwirrend finde) zu besichtigen und mit dem einen oder anderen Portrait zu plaudern. Auch den Zugang zur Kammer des Schreckens haben wir inspiziert. Allerdings war für mich ein absolutes Highlight (neben den Kerkern) die äußerst imposante Pendeluhr des Schlosses! Bisher habe ich mich bemüht andere Besucher aus den Bildern, die ich hier präsentiere, raus zu schneiden, um den Eindruck des Ambientes in den Vordergrund zu stellen. Diesmal habe ich mir erlaubt am unteren Foto-Bildrand einige Köpfe von Gästen des Hauses im Bild zu lassen, um zu zeigen wie gewaltig allein das Pendel, welches schwingt, ist.

Die gewaltige Pendeluhr von Hogwarts hat mich schwer beeindruckt.

Die gewaltige Pendeluhr von Hogwarts hat mich schwer beeindruckt.

Ihr merkt, auch heute bin ich noch nicht durch gekommen mit meinem Bericht über die magischen Welten, die wir besucht haben. Es wird noch ein letzter Artikel folgen, in denen ich Euch einige Lehrerzimmer und magische Utensilien zeige, bevor wir uns aus Hogwarts verabschieden und wieder London zuwenden, wo ich mir einen weiteren Wunsch erfüllt habe.

Bleibt mir gewogen!